Geislingen an der Steige Vom Max-Eyth-See zu vier Burgen

Vom Max-Eyth-See auf den 4-Burgen-Rundwanderweg: Die TG-Eisenbieger. Foto: Wilhelm Laabs
Vom Max-Eyth-See auf den 4-Burgen-Rundwanderweg: Die TG-Eisenbieger. Foto: Wilhelm Laabs
Geislingen an der Steige / JÖRG SCHNEIDER 28.06.2013

Die TG-Sportgruppe "Eisenbieger" war jüngst auf dem Stuttgarter 4-Burgen-Rundwanderweg unterwegs. Mit der Bahn angereist, gings vom Ausgangspunkt Max-Eyth-See los, dem größten See Stuttgarts. Zunächst erfuhren die Ausflügler, dass der See künstlich angelegt wurde, entstanden durch den Kiesabbau. Namensgeber war der in Kirchheim 1836 geborene Max-Eyth, Ingenieur und Schriftsteller, der unter anderem 1885 die deutsche Landwirtschaftsgesellschaft gegründet hat.

Über den Max-Eyth-Steg, eine technisch beeindruckende 164 Meter lange Fußgängerbrücke über den Neckar, begann der Aufstieg zur ersten Burg. Der Freienstein, hoch über dem Neckar gelegen, wurde um 700 urkundlich als Burganlage erwähnt. An den Weinbergen entlang gelangt man zur Engelburg. Dort vorbei erreichte die Gruppe das ehemalige Schloss der Gebrüder Palm, seit 1989 Bezirksrathaus der Stadt Stuttgart. Danach gings zum Hauptziel dieser Wanderung, dem Stuttgarter Teilort Mühlhausen, 3200 Einwohner zählend.

Nach Besichtigung der Heidenburg steuerte die Sportgruppe den Höhepunkt der Tagestour an: Die Veitskapelle, auch als "gotisches Schatzkästchen des Mittelalters" bezeichnet. Eine Führung verdeutlichte, dass diese Kirche die schönste und wertvollste ist, die im Raum Stuttgart aus dem Mittelalter erhalten blieb. Die Wandmalereien zeigen die Geschichte des heiligen Veit und in zwölf Bildern Szenen aus dem Leben Marias. Als letzte der vier Burgen wurde in Hofen die um 1260 von den Grafen von Württemberg erbaute Zwingenburg besichtigt, welche im Dreißigjährigen Krieg zerstört wurde.