Kulturherbst Volkslieder ganz neu interpretiert

swp 05.10.2017

Das „trio Rosenrot“ gastiert am kommenden Samstag in der Veranstaltungsreihe Geislinger Kulturherbst in der Rätsche. Das Trio interpretiert deutsche Volkslieder auf neue, einzigartige Weise. Ein Volkslied ist wie ein Kern, eine Essenz, die hier eine überraschend experimentelle Eigendynamik entwickelt. In kammermusikalischer Besetzung aus Sopranstimme (Dana Hoffmann), Gitarre (Hub Hildenbrand) und Schlagzeug (Denis Stilke) erschaffen die drei Musiker*innen eine intime Wohnzimmeratmosphäre, die sich im nächsten Moment in einen orchestralen Klangraum von immenser Weite wandeln kann.

Zu Gehör kommen viele Lieder aus dem frühen 16. Jahrhundert und der Zeit der Reformation: „Es saß ein klein wild Vögelein“, ein Minnelied aus Siebenbürgen, das vor 1517 entstand, die Weise „So treiben wir den Winter aus“, deren Melodie aus der Mitte des 16. Jahrhunderts stammt, „Psalme, geistlike Lede und Gesenge“ aus dem Jahr 1576, mit dem  Text eines alten Brauchtumsliedes aus dieser Zeit, „Es waren zwei Königskinder“ und „Nun will der Lenz uns grüßen“. Das trio Rosenrot will das Volkslied aus dem trostlosen Musikantenstadl-Dasein befreien. Beginn: 20. 30 Uhr.