Stadtentwicklung Seniorenwohnanlage in der Heidenheimer Straße

Noch steht in der Geislinger Heidenheimer Straße das ehemalige Gebäude der Firma Neva. Im nächsten Herbst soll es abgerissen werden: Dann entsteht an der Eyb eine Seniorenwohnanlage.
Noch steht in der Geislinger Heidenheimer Straße das ehemalige Gebäude der Firma Neva. Im nächsten Herbst soll es abgerissen werden: Dann entsteht an der Eyb eine Seniorenwohnanlage. © Foto: Sabrina Balzer
Geislingen / Claudia Burst 02.10.2017
Für den Investor ist das Projekt Heidenheimer Straße aus mehreren Gründen attraktiv. Dafür will er 25 Millionen Euro in die Hand nehmen.

Es gab gleich mehrere Gründe, warum sich die Gus­tav-Epple-Bauunternehmung aus Stuttgart dazu entschlossen hat, viel Geld in die Hand zu nehmen und in Geislingen eine Seniorenwohnanlage und ein Hotel zu bauen, beides in der Heidenheimer Straße (wir berichteten).

Der erste Grund war die Tatsache, dass der Eigentümer des Geländes der Gustav Epple GmbH das Grundstück zum Kauf angeboten hat. „Er war mir sympathisch, deshalb hab ich mir das Gelände mal angesehen“, sagt Götz Ellinger, der geschäftsführende Gesellschafter. Dabei liegt Geislingen gar nicht in der Region zwischen Stuttgart und Heidelberg, in der das Bauunternehmen vorwiegend tätig ist. „Ich fand es sehr schön, deshalb fing ich an zu überlegen, was wir daraus machen könnten.“

Gefallen habe ihm zum einen die attraktive Lage an der Eyb, zum anderen die Nähe zur Helfenstein-Klinik. „Beides bietet sich für eine Seniorenwohnanlage an“, sagt er. Als er darüber hinaus vom Interesse der Stadt an einem Hotel erfahren habe, sei das für ihn das ausschlaggebende Argument gewesen, ein solches ebenfalls in diesem Bereich, aber auf der anderen Straßenseite (ehemals Firma Niederberger) zu planen.

Für die Seniorenwohnanlage rechnet Götz Ellinger mit einem Gesamt-Investitionsvolumen von 18 Millionen Euro, für das Hotel mit weiteren sieben Millionen. Nach Vollendung des Projekts verkauft die Epple-GmbH die beiden Gebäude, die zukünftigen Eigentümer stehen bis jetzt jedoch noch nicht fest. „Wir führen Gespräche mit mehreren Interessenten – sowohl für die Wohnanlage als auch für das Hotel“, berichtet Ellinger. Die notwendige Bebauungsplanänderung für die Wohnanlage hat die Firma bereits auf den Weg gebracht, dann folgt das Baugesuch. Mit dessen Genehmigung rechnet Ellinger im Herbst kommenden Jahres: „Wenn wir dann im Herbst 2018 mit dem Abriss der alten Gebäude loslegen können, sind wir zufrieden.“

Die Wohnanlage sei ausgelegt für ältere Personen, die sich noch selber versorgen können. Alle 61 Wohnungen liegen in Richtung Süden und haben einen Balkon. „Bis auf drei größere Appartements handelt es sich um komfortable Zwei-Zimmer-Wohnungen mitsamt Abstellraum“, erklärt der Geschäftsführer. Der Mieter und Betreiber für das Betreute Wohnen darin  steht bereits fest, es ist der Arbeiter-Samariter-Bund.

Ellinger geht von einer Bauzeit von 18 Monaten für die Wohnanlage aus. Mit dem Hotelbau will er zeitversetzt loslegen, möglichst dann, wenn der Rohbau der Wohnanlage fertiggestellt ist. „Weil bis dahin die Arbeiter und Bauleitung der Wohnanlage die Fläche als Gelände für ihre Container und das Material benötigen“, sagt er.

Das Hotel ist mit acht Geschossen geplant und soll die Form eines L bilden. Diese Höhe soll das Gebäude aber nur auf knapp der Hälfte erhalten. „Ähnlich eines Turms“, beschreibt Ellinger. „Es wird ein luftiges Gebäude, nicht massig.“ Das erreiche er unter anderem durch die Verbreiterung der Gehwegflächen sowie durch Parkbuchten und Bäume vor dem Gebäude. „Wir bleiben auf beiden Seiten etwa drei bis fünf Meter von der Straße weg“, verspricht der Experte.

Eine konkrete Vorstellung, um welche Art Hotel es sich dann handelt, hat er noch nicht. „Ich denke, dass es für eine größere Hotelkette eher nicht der richtige Standort ist, daher trete ich zuerst mit privaten Hoteliers in Kontakt“, sagt er. Das Betreiberkonzept müsse individuell zugeschnitten werden: als Budgethotel mit einer größeren Zahl an Tagungsräumen, führt der Geschäftsführer aus. „Ich könnte mir dadurch auch Synergien mit dem Krankenhaus vorstellen.“