„Welchen Preis bezahlen die jetzigen Bewohner und welchen Preis bezahlen die späteren Bewohner?“ Die Frage stellte der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler, Ludwig Kraus, im Geislinger Gemeinderat. Die acht Meter hohe und 276 Meter lange Lärmschutzwand, die im Katzenloch geplant ist, beschäftigt alle Fraktionen. Sie soll einmal das Wohngebiet Richtung Bahntrasse abschotten.

Ein 48-Jähriger, der in der Konrad-Adenauer-Straße wohnt, berichtet gegenüber unserer Zeitung von Bedenken der Anwohner, dass die Aussicht von den Grundstücken durch das hohe Bauwerk beeinträchtigt werde. Zudem gebe es Befürchtungen, dass die Schallwellen durch die Wand so abgelenkt werden, dass der Zuglärm im gesamten Katzenloch eher zunimmt.

Bahn stellt Fläche nicht zur Verfügung

Der Lösungsvorschlag der Fraktionen: Die Lärmschutzwand soll näher an die Bahnlinie rücken, womit sie deutlich niedriger gebaut werden könnte. Doch die Bahn hat den Vorschlag „kategorisch abgelehnt“, heißt es in einem Antwortschreiben an die Stadtverwaltung, die um die Prüfung der Alternative bat. Als Gründe nennt die Bahn, dass sie die Flächen als „Baustelleinrichtungsfläche“ sowie als Zufahrt benötige. Sie Stadtverwaltung will mit der DB einen Gesprächstermin vereinbaren, kündigte Oberbürgermeister Frank Dehmer an.

Investor: Kein Grund zur Sorge

Von Seiten des Investors, der „Traumhaus AG“ mit Sitz in Wiesbaden, heißt es, Bedenken im Bezug auf die Schallschutzwand seien unbegründet. Das sagte Wolfgang Fuchs, Mitglied des Vorstands der „Traumhaus AG“, auf Nachfrage. „Die Häuser werden 20 Meter entfernt von der Lärmschutzwand stehen“, erklärte Fuchs.

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