GZ-Redaktion IN EIGENER SACHE: Verstärkt und verjüngt

Starten durch in eine journalistische Zukunft mit der GZ: (von links) Isabelle Jahn, frisch gebackene Redakteurin, Stefanie Schmidt, jetzt als Volontärin, und Ilja Siegemund, der schon reichlich Erfahrung hat.
Starten durch in eine journalistische Zukunft mit der GZ: (von links) Isabelle Jahn, frisch gebackene Redakteurin, Stefanie Schmidt, jetzt als Volontärin, und Ilja Siegemund, der schon reichlich Erfahrung hat. © Foto: Markus Sontheimer
Michael Rahnefeld 11.10.2017
Ein munteres und engagiertes Trio bereichert das Team in der GZ: Isabelle Jahn, Stefanie Schmidt und Ilja Siegemund.

Das Team in der GZ-Redaktion wird zunehmend jünger, und das ist gut so. Denn die Zukunft bringt ganz neue journalistische Herausforderungen, auch und gerade bei einer Tageszeitung. Diesen Herausforderungen werden sich Isabelle Jahn als frisch gebackene Redakteurin, Ilja Siegemund, ein erfahrener Kollege, der von der Schwäbischen Zeitung zur GZ gewechselt ist, und Stefanie Schmidt als neue Volontärin stellen.

Dank GZ hatte Isabelle Jahn nach ihrem Studium der Allgemeinen Rhetorik in Tübingen eine Antwort auf die oft gestellte Frage: „Was macht man denn mit Rhetorik?“ Na, ist doch klar: ein  Volontariat, eine Ausbildung zur Redakteurin, argumentiert sie überzeugend. Natürlich gebe es auch noch viele andere Berufe für Rhetoriker – wahrscheinlich ist aber keiner so spannend wie dieser, lacht die überaus engagierte junge Frau. In welchem Beruf sonst würde man in ein Hexenkostüm schlüpfen und beim Fasnetsumzug mitlaufen oder als Straßenmusiker in der Fußgängerzone spielen und darüber berichten, stellt sie die Frage. Es sind diese Geschichten, die jeden Tag in der Lokalredaktion zu einem Erlebnis machen. Es sind auch die Beiträge, die nicht nur unterhalten, sondern zum Nach- und vielleicht sogar Umdenken anregen, unterstreicht sie. Künftig setzt sich „ija“, eine gebürtige Gmünderin, im Stadt-Team der GZ ein. Sie beschäftigt sich am liebsten mit sozialen Themen, weil diese unseren Alltag bestimmen und gut recherchierte Artikel dazu beitragen, dass wir sie auch verstehen, ist sie überzeugt. So sehr sie auch an der Zeitung zum Durchblättern hängt – die 29-Jährige freut sich auch darauf, immer mehr Nachrichten für die Online-Welt aufzubereiten. Sie ist sich sicher, dass es immer Menschen geben wird, die sich für das Geschehen in ihrer Stadt und ihrer Region interessieren.    

Ilja Siegemund ist das neue Gesicht in der GZ-Redaktion, es verstärkt seit 1. Oktober die Kollegen der Umlandberichterstattung.  Vor allem das Geschehen im Fils­tal, wo er seit einigen Jahren mit seiner Familie lebt, wird er journalistisch begleiten. Der Bad Ditzenbacher, Vater einer fast zwei Jahre alten Tochter, kommt von der Schwäbischen Zeitung in Laichingen. Insgesamt sechs Jahre berichtete der Redakteur dort über das lokale Geschehen auf der Alb – nicht nur in der gedruckten Zeitung, sondern auch online mit Fotos und Videos. Zuvor war der gebürtige Brandenburger – nach einem zweijährigen Volontariat beim Kreisboten in Weilheim/Oberbayern – Redakteur bei der Grünen Woche in Stuttgart. Außerdem hat er Erfahrungen als Mitarbeiter beim Starnberger Merkur, beim Kreisboten in Starnberg und bei der Lokalausgabe Gauting des Münchner Merkur gesammelt.

Verheiratet ist „isi“ im Übrigen mit einer Journalistin, die ebenfalls für die GZ tätig war und ist. Als Heike Allmendinger volontierte seine Frau bei der GZ. Nach ihrer Ausbildung im Herbst 2009 ging sie zum Teckboten. Mittlerweile ist Heike – jetzt Siegemund – wieder als freie Mitarbeiterin für die GZ tätig.

Die Zeitung betrachtet der 33-jährige Ilja Siegemund als unverzichtbares Medium. Sie informiere die Leser über das Geschehen vor Ort und sei außerdem eine „Plattform, die man nutzen könne, um mit seinem Anliegen Gehör zu finden. Wir helfen dabei“, sagt er.

Bereits bekannt bei unseren Lesern ist Stefanie Schmidt. Nach ihrem Studium in Tübingen und Oxford begann „sts“ als freie Mitarbeiterin bei der GZ. Nach dem Motto „learning by doing“  berichtete sie aus vielen Bereichen, angefangen vom Rätsche-Konzert bis hin zum Gemeinderat. Sie zeigte Können bei der Gerichtsberichterstattung, begleitete häufig die GZ-Ausflüge und schrieb über ihre Erlebnisse vom Selbstversuch im Skifahren. Jetzt möchte sie den letzten journalistischen Schliff in einem Volontariat erhalten, damit sie sich dann endgültig Redakteurin nennen darf.

„In Geislingen ist doch nix los“: Diese vorwurfsvolle Feststellung hat Stefanie Schmidt, die als Geislinger Altstadtbewohnerin der vierten Generation in der Fünftälerstadt geboren und aufgewachsen ist, schon oft gehört. Als Teenager, so gesteht sie, hat sie ähnliche Unterstellungen  vielleicht sogar ab und zu selbst vor sich hingemurmelt.   Doch bei der GZ merkte sie schnell: In ihrer Heimatstadt gibt es engagierte Menschen, inspirierende oder auch traurige Geschichten, tolle Ideen und manchmal auch Aufreger-Themen zuhauf. Jetzt freut  sich die 39-Jährige darauf, während des Volontariats noch weitere journalistische Tätigkeitsfelder kennenzulernen.

Mit den personellen Neuerungen wird die GZ-Redaktion nicht nur qualitativ, sondern auch quantitativ verbessert. Das aktive Team umfasst damit derzeit wieder 13 Köpfe.