Gastkommentar Ulrike Renz, Fachkoordinatorin für Verkehrsprävention beim Polizeipräsidium Ulm, zum Urlaubsverkehr Urlaubszeit! Sind Sie bereit?

Polizeihauptkommissarin Ulrike Renz mahnt vor Gefahren, die auf dem Weg in den Urlaub lauern.
Polizeihauptkommissarin Ulrike Renz mahnt vor Gefahren, die auf dem Weg in den Urlaub lauern. © Foto: Volkmar Könneke
Geislingen / SWP 04.08.2018

In Baden-Württemberg haben die Sommerferien begonnen. Endlich geht es ans Meer oder in die Berge. Egal ob mit Kind, Tier, mit Wohnwagen, Auto oder Motorrad: Allerdings lauern Gefahren auf der Fahrt.

Wenige Sekunden Nachdenken vor dem Start in den Urlaub kann Leben und den Familienfrieden retten. Planen Sie Ihren Urlaub mit dem Fahrzeug rechtzeitig und prüfen Sie die technischen Dinge an Ihrem Fahrzeug. Nehmen Sie genug Proviant und vor allem Trinken mit.

Koffer und sperrige Gegenstände sollten so dicht wie möglich an der Rückenlehne in den Fußraum gelegt werden, um die Durchschlagskraft bei einem Aufprall zu minimieren. Bei einem Unfall können diese Gegenstände sonst schnell zur tödlichen Ladung werden: Bei einer Kollision von 50 Stundenkilometern fliegt der ungesicherte 20 Kilo schwere Hund mit einem Gewicht von 600 Kilo durch das Fahrzeug.

Bis zum Alter von zwölf Jahren oder einer Größe von 1,50 Meter müssen Kinder in einem Kindersitz transportiert werden. Wer sich nicht daran hält, setzt sein Kind nicht nur einer übermäßig großen Gefahr aus, sondern muss auch mit einem Bußgeld und einem Punkt in Flensburg rechnen. Und mit einer Zwangspause, bis ein Kindersitz beschafft ist.

Falls es nun doch passiert und Ihre Urlaubsreise einen unfreiwilligen Zwischenstopp auf der Autobahn wegen einem Stau einlegen muss, verlassen Sie bitte nicht Ihr Fahrzeug. Nach einer Panne oder einem Unfall halten Sie sich unbedingt hinter den Leitplanken auf. Nach einem Unfall ist die Absicherung der Unfallstelle die erste Maßnahme, damit nicht noch mehr passiert. Und noch etwas Wichtiges: Falls Sie an ein Stauende heranfahren oder der Verkehr stockt, bilden Sie rechtzeitig eine Rettungsgasse. Diese Gasse rettet Leben – vielleicht auch Ihr eigenes!

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