Ortsporträt Unterm Himmelsfelsen lebt sich’s gut

Unterm Himmelsfelsen lebt es  sich gut: Davon ist Eybachs Ortsvorsteher Dieter Gugenhan  überzeugt. Die Kinderbetreuung im Ort, der Dorfladen und rührige Vereine tragen dazu bei.
Unterm Himmelsfelsen lebt es  sich gut: Davon ist Eybachs Ortsvorsteher Dieter Gugenhan  überzeugt. Die Kinderbetreuung im Ort, der Dorfladen und rührige Vereine tragen dazu bei. © Foto: Heike Siegemund
SWP 08.09.2017
Eybach bietet vieles –  einen Kindergarten und eine Grundschule zum Beispiel. Und auch die Vereine sorgen für viel Leben im Ort.

Für Ortsvorsteher Dieter Gugenhan liegt der Vorteil, den Eybach bietet, klar auf der Hand: „Wir haben noch vieles vor Ort, wie den Kindergarten und die Grundschule“. Außerdem gebe es die Eybtalhalle mit kulturellen und sportlichen Angeboten. Viele andere Dörfer mit vergleichbarer Einwohnerzahl – in Eybach leben 1504 Menschen – könnten all das nicht mehr vorweisen.

Auch das rege Vereinsleben und ehrenamtliche Engagement in seinem Heimatort hebt der Ortsvorsteher hervor: So gibt es die Eybacher Ortsgruppe des Schwäbischen Albvereins, den Gesangverein Cäcilia, die Huttanzgesellschaft, den Musik- und Turnverein, den Veteranenclub, den Kaninchenzuchtverein sowie den Arbeitskreis Familien- und Ahnenforschung Geislingen. Außerdem gehören viele Eybacher der Theatergruppe Obere Roggenmühle an. Die Vereine, der ­Löschzug Eybach der Freiwilligen Feuerwehr, die Kirchengemeinden und die jungen Leute des Bauwagens „leisten einen bemerkenswerten Beitrag zum Dorfleben“, verdeutlicht der Ortsvorsteher.

So betreue und pflege beispielsweise der Eybacher Albverein die Wanderwege rund um den Geislinger Stadtbezirk. Außerdem betreiben die Mitglieder die Eybacher Hütte und zeichnen für die Ortsputzete verantwortlich. Die Huttanzgesellschaft organisiere jedes Jahr den Huttanz, aber zum Beispiel auch eine Rosenmontagsparty. Außerdem stellen die jungen Burschen am 1. Mai den Maibaum auf. Weil jeder Verein sein eigenes Fest veranstaltet, ist der Eybacher Veranstaltungskalender relativ voll, ergänzt Gugenhan und nennt zum Beispiel das Waldfest des Gesangvereins und das Stegfest des Löschzugs.

Die Eybacher Bürger, vor allem die älteren, freuen sich darüber, dass es im Ort noch einen Dorfladen gibt: In der Filiale der Lautersteiner Bäckerei Geiger erhalten sie Waren des täglichen Bedarfs und können nebenbei noch ein Schwätzchen halten. „Dort treffen sich viele Leute. Das ist wichtig“, sagt der Ortsvorsteher. Auch eine Bankfiliale der Kreissparkasse befindet sich in der Ortsmitte. Außerdem gibt es den Gasthof Ochsen mit Übernachtungsmöglichkeiten, das Sängerheim und die Obere Roggenmühle. Zum Arbeiten und Einkaufen ziehe es die Eybacher vor allem nach Geislingen, aber auch in den Göppinger, Stuttgarter und Ulmer Raum, ergänzt Gugenhan.

Auch einige Unternehmen haben sich in Eybach im ehemaligen Südtank-Areal angesiedelt. Dieser Gewerbestandort befinde sich inmitten einer kleinteilig strukturierten Wohnbebauung, sagt Gugenhan. „Immer wieder kam es zu Beschwerden der Anwohner wegen Lärm.“ Um dies zu vermeiden, werde derzeit ein Bebauungsplan aufgestellt; darin soll festgelegt werden, welche gewerblichen Nutzungen zugelassen sind.

Was die Ortsdurchfahrt anbelangt, würde Gugenhan eine Verengung der Fahrbahn begrüßen. „Sie wurde einfach viel zu breit gebaut“, sagt er. 2004 seien in Randstein gefasste Baumquartiere angebracht worden; „seither wird etwas weniger gerast“. Trotzdem solle geprüft werden, ob es möglich ist, die Fahrbahn rückzubauen oder einen Fahrrad- oder Schutzstreifen anzulegen, fordert der Ortsvorsteher. Auch einen Kreisverkehr im Kreuzungsbereich bei der Eybtalhalle würde er für sinnvoll erachten. Darüber hinaus müsste die Waldhauser Steige dringend saniert werden – ebenso einige Eybacher Ortsstraßen.

Mit Mitteln aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum konnte die Eybacher Ortsmitte in den Jahren 2014 und 2015 neu gestaltet werden. „Im Herzen von Eybach ist es gelungen, den Raum zwischen Kirche, Mühlbachquelle und Grundschule neu zu definieren“, sagt Gugenhan. Unter anderem wurden die Verkehrsflächen auf die notwendigen Breiten reduziert; es wurden Blumenbeete angelegt und neue Bäume gepflanzt.

Die Grundschule besuchen Eybacher und Waldhausener Kinder – ebenso den Kindergarten, in dem auch eine Außengruppe des Schulkindergartens der Lebenshilfe untergebracht ist. Auch einige junge Familien lassen sich in Eybach nieder: Im Baugebiet Langwiesen ist von insgesamt 40 Plätzen die Hälfte bebaut. „Leben unter dem Himmelsfelsen mit wunderschöner Aussicht auf die Berghänge“, wirbt Gugenhan um weitere Interessenten. Apropos Landschaft: Eybach biete mit markanten Schluchtwäldern und Klingen, Tälern und Bächen einen besonderen Lebensraum und könne mit mehreren Sehenswürdigkeiten aufwarten – zum Beispiel mit der katholischen Kirche, dem Schloss, dem Adlerbrunnen und der Waldkapelle. Letztere sei ein Kleinod, die einen wunderschönen Blick über Eybach biete.

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