Eybach Träume von der Arbeitswelt

Die Grundschulzeit ist vorbei, bald geht es an die weiterführenden Schulen. Die ehemaligen Viertklässler erwarten große Veränderungen. ­Glücklicherweise liegen dazwischen die Sommerferien zum Luftholen.
Die Grundschulzeit ist vorbei, bald geht es an die weiterführenden Schulen. Die ehemaligen Viertklässler erwarten große Veränderungen. ­Glücklicherweise liegen dazwischen die Sommerferien zum Luftholen. © Foto: dpa
Eybach / SWP 20.08.2018
Spannender als die nächste Schule ist für fünf Grundschüler aus Eybach vielmehr die Frage, was sie später mal beruflich machen wollen.

Erik faszinieren Reptilien. Für ihn steht deswegen fest, dass er eines Tages Biologe werden will. Gerade der Axolotl verblüfft den Schüler mit seinen außergewöhnlichen Fähigkeiten: „Ihm wachsen sogar Teile des Gehirns nach“, sagt er. Da Erik auch Schlangen und Eidechsen „sehr schön“ findet, will er später einmal die Geheimnisse der Natur erforschen.

Sein Weg bis zum Biologie-Studium ist aber noch lang. Der Zehnjährige hat gerade die Grundschule in Eybach beendet und besucht nach den Sommerferien die fünfte Klasse des Geislinger Helfenstein-Gymnasiums. Sein Ziel hat der Junge fest im Blick, und dafür will er gute ­Noten haben.

Am letzten Schultag vor den Sommerferien laufen Erik und seine Klassenkameraden Oliver, Fabian, Manuel und Isabel mit so viel Energie durch das Schulgebäude, als hätte das Schuljahr gerade erst begonnen. Der Grund für die Euphorie ist klar: „Wir freuen uns, dass jetzt Ferien sind“, erklärt Manuel. Einen Gedanken an die weiterführenden Schulen verschenkt das Quintett im Moment noch nicht. Klar ist für Manuel nur: Er wird Erik ans HeGy folgen. Die drei anderen Schüler wechseln nach den Sommerferien zur Daniel-Straub-Realschule. Darauf freut sich Fabian schon richtig, weil er dort einen Freund hat.

Auch Manuel hat schon ziemlich genaue Vorstellungen davon, welchen Beruf er später einmal ausüben will: Am liebsten würde er mit Computern arbeiten. Technik, Elektronik und Mathe mag er besonders, erzählt der Zehnjährige. Seine Motivation hat viel mit seinem Hobby zu tun: Ihn ärgert es, wenn sein Computer ­kaputt geht und ihm dann keiner sofort helfen kann. Solche Probleme würde er am liebsten selber lösen können, sagt er.

Fabian will einen Spagat zwischen zwei Jobs meistern: „Ich will Bauer sein und Baggerfahrer.“ Erfahrungen hat er schon gesammelt, erzählt der Zehnjährige: Er ist nicht nur schon öfter auf einem Traktor mitgefahren, sondern auch schon in einem Bagger gesessen. „Meine Familie hat einen Bauernhof, da arbeite ich ­später mal“, sagt er.

Ganz so konkrete Pläne hat Isabel noch nicht. Sie könnte sich aber vorstellen, irgendwann als Archäologin durch die Welt zu reisen und die Geschichte zu erforschen – am liebsten so wie Indiana Jones, erzählt sie. Während der Grundschule hat sie sich am meisten auf die Mathestunden gefreut. Ein Talent für Zahlen zu haben, schadet einer Archäologin sicher nicht.

Oliver zieht den Schreibtisch einer Expedition in fremde Welten vor. Er will mal Anwalt werden und dabei helfen, dass die Menschen fair miteinander umgehen. Das sei aber nicht alles, erzählt er mit einem schelmischen Grinsen. Er findet die Vorstellung auch so spannend, „weil ich mal reich werden will“.

GZ-Sommerserie

Wie geht es weiter nach den ­Sommerferien? Geislinger Kinder und Jugendliche erzählen während der ­Ferienwochen in der GEISLINGER ­ZEITUNG von ihren Wünschen und Vorstellungen für die Zukunft.

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