Es ist ungeheuerlich, wenn Feuerwehrleute ausrücken müssen, um das zu löschen, was von ihrem in wochenlanger Arbeit aufgeschichteten Holzstapel für das Sonnwendfeuer noch übrig ist. Egal, ob das vorzeitige Anzünden der Holzpyramide ein „dummer Jungenstreich“ oder aber tatsächlich eine bewusste Aktion war, um jemandem zu schaden – unabhängig davon, welcher Geist hier herrscht: Es ist nicht viel Intelligenz und Sozialkompetenz notwendig, um zu erkennen, dass eine solche Tat die Falschen trifft.

Eine so unglaubliche Aktion wie dieses Jahr in Kuchen und vor zwei Jahren in Reichenbach im Täle, der keinerlei Logik zugrunde liegen kann und die absolut sinnlos ist, löst zunächst Wut und Entsetzen aus. Nicht zum ersten Mal wurden die Feuerwehren im Landkreis Göppingen Opfer von solch sinnfreien Angriffen. Ausgerechnet denen, die ihre Freizeit in den Dienst der Gemeinschaft stellen, wird so ein Schaden zugefügt.

Dass sich die Feuerwehr von solchen Taten aber nicht beirren lässt, zeigt sich jetzt auch wieder in Kuchen, wo die Ärmel hochgekrempelt werden und das Holz für das Sonnwendfeuer wieder aufschichtet wird. Dies zeigt, was wirklich hinter der Faszination Feuerwehr steckt. Es zeichnet sie aus, dass sie kameradschaftlich zusammenhält und zu jeder Tages- und Nachtzeit unvoreingenommen und wertfrei allen Menschen zu Hilfe kommt. Feuerwehr steht auch dafür, anzupacken, wenn’s notwendig ist, und Probleme anzugehen und zu lösen, wenn sie auftreten.

Mein Respekt gehört allen, die sich nicht entmutigen lassen und auch all den Helfern, die den Wiederaufbau jetzt auf bewundernswerte Art und Weise unterstützen. Es sind für mich die Vorbilder, die in unserer Gesellschaft immer wichtiger werden. Wir dürfen stolz auf die Feuerwehren unseres Landkreises sein.