Betreuung Tegelbergschüler freuen sich über mehr Ruhe beim Mittagessen

Bierbänke und Stehtische: Die Acht- und Neuntklässler der Geislinger Gemeinschaftsschule am Tegelberg essen seit diesem Schuljahr in den Musik- und Konferenzräumen. Das Provisorium stört sie nicht – sie freuen sich über mehr Platz und Ruhe in der Mittagspause.
Bierbänke und Stehtische: Die Acht- und Neuntklässler der Geislinger Gemeinschaftsschule am Tegelberg essen seit diesem Schuljahr in den Musik- und Konferenzräumen. Das Provisorium stört sie nicht – sie freuen sich über mehr Platz und Ruhe in der Mittagspause. © Foto: Markus Sontheimer
Angelina Neuwirth 15.09.2017
Als Übergangslösung essen die älteren Schüler der Geislinger Tegelbergschule seit diesem Schuljahr in den Musik- und Konferenzräumen. Den Acht- und Neuntklässlern gefällt’s.

Lara gefällt die Mittagspause jetzt besser: „Es ist nicht mehr so laut beim Essen, weil wir nicht mehr auf so engem Raum mit so vielen Leuten sind“, erklärt die 14-Jährige. Die Achtklässlerin gehört zu den Schülern an der Geislinger Gemeinschaftsschule am Tegelberg, die in den Konferenz- und Musikräumen der Gemeinschaftsschule zu Mittag essen. Das soll nur eine Übergangslösung sein, bis die neue Mensa steht (wir berichteten). „Im November beschäftigt sich der Gemeinderat mit den Einzelheiten“, sagt Schulleiter Ottmar Dörrer.

Bis zu diesem Schuljahr gab es das Mittagessen für alle Klassen im Saal der Gemeinde Gottes einige Hundert Meter von der Tegelbergschule entfernt; eine entspannte, ruhige Mittagspause sah aber anders aus: „Für die Lehrer war das zeitintensiv und aufwendig, weil sie die Schüler dorthin begleiten mussten. Außerdem ist es dort ziemlich eng und laut“, bemängelt Dörrer.

In der provisorischen Mensa ist der Geräuschpegel nun so niedrig, dass die Schüler sich unterhalten können, ohne gegen die Jungs am Nebentisch anschreien zu müssen. Der Raum ist hell und freundlich und bietet genügend Platz für alle Acht- und Neuntklässler, die mit ihren Freunden zusammensitzen wollen. Wer lieber im Stehen essen will und es ruhiger haben möchte, kann in den Musikraum ausweichen. Bei schönem Wetter dürfen die Biertischgarnituren nach draußen gestellt werden. Zu essen gibt es jeden Tag zwei Menüs – eines mit Fleisch und ein vegetarisches sowie Beilagen und einen Nachtisch.

Die Schüler sind zufrieden mit dieser Übergangslösung. „Jetzt können wir selber entscheiden, wann wir gehen wollen und haben so mehr von unserer Mittagspause“, erzählt die 13-jährige Lea. „Im Saal der Gemeinde Gottes mussten wir immer warten, bis alle fertig sind, damit die Lehrer uns zurück zur Schule begleiten.“ Der gleichaltrige Abdullah fügt hinzu: „Wir müssen jetzt nicht mehr so weit laufen. Man kann sich frei bewegen und sich aussuchen, wo und mit wem man isst. Früher gab es eine Sitzordnung.“ Sein Freund, der 14-jährige Giovanni findet, dass es in der provisorischen Mensa weniger stressig ist.

Freude über kurze Wege

Helena Skrlin von der Mensaorganisation und Mittagsbetreuung hat bereits Ähnliches beobachtet: „Für die Kinder ist es viel angenehmer, weil sie hier flexibler sind und sich aussuchen können, wo sie sitzen und wann sie essen.“ Auch für die Mitarbeiter sei es entspannter, und im Saal der Gemeinde Gottes, in dem die jüngeren Schüler nach wie vor essen, sei jetzt mehr Platz.

Einige Kinder seien schon zu ihr gekommen und hätten sich ­darüber gefreut, dass sie nicht mehr so weit laufen müssen, sagt Helena Skrlin.