Theater SV Aufhausen: Stelldichein auf der Bühne

 Die Laienspieler fühlen sich in der neuen Kulisse, die eine Pension auf der Schwäbischen Alb darstellt, schon wie zu Hause. Eine der fünf Aufführungen ihres neuen Stücks „Schneetreiben“ ist zugunsten  der GZ-Weihnachtsaktion.
 Die Laienspieler fühlen sich in der neuen Kulisse, die eine Pension auf der Schwäbischen Alb darstellt, schon wie zu Hause. Eine der fünf Aufführungen ihres neuen Stücks „Schneetreiben“ ist zugunsten  der GZ-Weihnachtsaktion. © Foto: Patricia Jeanette Moser
Patricia Jeanette Moser 22.12.2017
Am 5. Januar ist Premiere: Die Laienspieler des SV Aufhausen proben für ihr neues Stück, das Lustspiel „Schneetreiben“.

Noch ein letzter Biss von der Brezel zur Stärkung und es kann losgehen mit der Theaterprobe im Türkheimer Gemeinschaftshaus. Die Laienspielgruppe des SV Aufhausen feilt dort an der Inszenierung ihres aktuellen Bühnenstücks „Schneetreiben“, das Anfang Januar Premiere hat.  Seit Ende August arbeitet die Truppe an dem Stück. Jetzt, in der heißen Phase vor der Premiere, bereiten sich die Schauspieler drei Mal pro Woche intensiv vor und fühlen sich auf der Bühne in ihre Kostüme ein.

Das Bühnenbild für den Drei-Akter von Georg Ludy nimmt bereits Gestalt an. Noch liegen viele Gegenstände herum, die auf ihren Einsatz als Requisit oder Bühnendeko warten.  Jeder der Schauspieler hat etwas für die Ausstattung mitgebracht. Mit kritischem Auge werden die Utensilien auf der Bühne platziert – nur um kurz darauf wieder ganz anders arrangiert zu werden. Eine Fuchsstola, die am Bühnenrand liegt, ziert schon bald  den  Hals von Protagonistin Gerlinde Nädele, der Ehefrau eines Strickwarenfabrikanten, die von Annette Aigner verkörpert wird.

Plötzlich wird es richtig lebendig  auf der Bühne. Alwine Schebs, die ihrem Namen alle Ehre macht und von Sabine Rümelin absolut uneitel gespielt wird, hat ihren Auftritt und verwickelt die flotte Pensionswirtin Eva Keck (Nicole Fischer) in einen Dialog. Schauplatz des Stückes ist die Schwäbische Alb – so viel darf bereits verraten werden. Im Mittelpunkt der Handlung steht die etwas heruntergekommene Pension „Himmelstörle“, die mit Gästeschwund zu kämpfen hat.

Markante Persönlichkeiten

 Die innovative Pensionswirtin denkt sich eine moderne Marketingstrategie aus und lockt damit die Gäste Willi Nädele (Siggi Weber), Udo Heiwender (Peter Kaißer), Manuela Schicker (Denise Allgöwer) und Wenzel Pliefke (Kevin Winter) in die bereits eingeschneite Pension auf der Alb. Die markanten Persönlichkeiten und ihre Allüren sorgen schon bei den Proben für so manchen Lacher.  Liebe, Untreue und ein rasantes „Bäumchen wechsel dich“-Spiel“ prägen die Handlung und lassen Spannung, Kurzweil und Heiterkeit an den fünf Aufführungstagen erwarten (siehe Infokasten).

„Ring, ring“: Souffleuse Lene Zimmermann gibt das Zeichen für Jürgen Häberle, der für die Bühnentechnik zuständig ist. Dann unterbricht auch noch Gelächter den Dialog zwischen Alwine und Eva. Die lispelnde Alwine hat mit ihrer feuchten Aussprache wieder mal die Brille des Gegenübers getroffen.

Der Ernst im Lustspiel

Die Komik des Stückes greift auf die Laienschauspieler über. Jetzt heißt es stark sein, um  dem „Ernst“ des Stückes gerecht zu werden. „Und jetzt hosch’s Lispeln vergessa“, wird Alwine von Lene Zimmermann korrigiert, die  nach jahrzehntelanger Bühnenerfahrung erstmals hinter den Kulissen wirkt.

  Zwischendurch wird weiter am Bühnenbild gewerkelt. Regisseurin Sonja Deskar bittet Peter Kaißer noch darum, zwei Holzklötze zu tapezieren. Antike Ski werden aufgehängt und schon geht es weiter im Stück, das sicher für viele Überraschungen sorgen wird.

Die Theatergruppe Aufhausen wird mit dem Lustpiel in der Geislinger Jahnhalle und  um Türkheimer Gemeinschaftshaus zu sehen sein.  Zwar freuen sie sich darüber, auf der großen Geislinger Bühne zu spielen, aber es ist eine Umstellung von der vertrauten kleineren Bühne in Türkheim. Eine zusätzliche Herausforderung, die die Schauspieltruppe bisher immer mit Bravour gemeistert hat.

Termine und Vorverkauf

 Aufführungen sind in der Geislinger Jahnhalle am Freitag, 5. Januar, um 19.30 Uhr und am Samstag, 6. Januar, um 14.30 Uhr. Der Erlös der Nachmittagsvorstellung am Dreikönigstag ist für die GZ-Weihnachtsaktion „Gemeinsam geht’s besser“ bestimmt.
Im Türkheimer  Gemeinschaftshaus sind die Laienspieler am Freitag, 12. Januar, um 19.30 Uhr sowie am Samstag, 13. Januar, um 14 und 19.30 Uhr auf der Bühne zu sehen.

Karten für die Geislinger Termine gibt es in der Geschäftsstelle der GEISLINGER ZEITUNG in der Fußgängerzone und in der Sparkassenfiliale am Sternplatz zu kaufen. Für die Aufführungen in Türkheim gibt es Karten im Dorfladen Aufhausen oder unter ☎ (01575) 8 99 40 93.
Im Vorverkauf sind sie für 8 Euro zu haben, an der Abendkasse für 9 Euro.