Für Montag waren am Michelberg-Gymnasium in Geislingen im Rahmen des Winteraktivtags Ausflüge nach Neu-Ulm ins Eisstadion und das Erlebnisbad geplant: Im Landkreis Neu-Ulm sei der Schulunterricht aufgrund der Sturmwarnung komplett abgesagt, erläutert Schulleiter Heiner Sämann. Im MiGy selbst werde auf Anraten des Stadtbauamts aus Sicherheitsgründen ebenfalls kein Unterricht stattfinden: An der Wetterseite des Schulhauses seien derzeit wegen der Fassadenuntersuchung viele Gerüste angebracht. Orkan „Sabine“ fegte mit einer Windstärke von bis zu 130 Kilometern pro Stunde – zum Beispiel gemessen in Stötten auf der Alb – durch die Region.

Schubart-Realschule in Geislingen ebenfalls geschlossen

An der Schubart-Realschule in Geislingen fiel der Unterricht am Montag ebenfalls aus. Aufgrund der Wetterprognosen sowie der örtlichen Nähe zum Michelberg-Gymnasium traf Schulleiter Joachim Boldt am frühen Montagmorgen die Entscheidung, dass die Schubart-Realschule auch geschlossen bleibt. „Kein Schüler, kein Lehrer, kein Elternteil darf durch die Witterungsbedingungen in Gefahr gebracht werden – das hat absolute Priorität“, sagte Boldt im Gespräch mit der GZ. Über eine Telefonkette wurden die Eltern der insgesamt 533 Schüler informiert. Auch an der Gottfried-von-Spitzenberg-Schule in Kuchen fand am Montag kein Unterricht statt.

Eltern entschieden, ob Kind an Unterricht teilnimmt

Auch das Kultusministerium hat auf die Sturmwarnung reagiert: Halten Eltern in Baden-Württemberg für zu gefährlich, ihre Kinder im Sturm zur Schule zu schicken, können diese daheim bleiben, teilte das Ministerium am Samstag mit. Angesichts des Sturms, der mancherorts Orkanstärke erreichen sollte, überließ die Behörde die Entscheidung über einen Schulbesuch am Montag den Eltern. Falls Mütter und Väter ihre Kinder zuhause ließen, mussten sie die Schule darüber informieren.

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Unterricht an der Tegelbergschule in Geislingen fand statt

An der Gemeinschaftsschule am Tegelberg in Geislingen fand am Montag Unterricht statt, wie Schulleiter Ottmar Dörrer gegenüber der GZ mitteilte. Doch der Schulbetrieb sei eingeschränkt, da nur etwa 70 Prozent der Schüler erschienen seien. „Das Telefon hat am Montagmorgen stundenlang geklingelt“, schilderte Dörrer die Sondersituation aufgrund der Sturmwarnungen. Die meisten Lehrer seien im Dienst.

Regulärer Unterricht am Dienstag, 11.2.20

Da sich die Sturmwarnungen des Deutschen Wetterdienstes auf einen Zeitraum bis Montag 18 Uhr beziehen, soll der Schulbetrieb am Dienstag, 11.2.20, auch im Raum Geislingen und Göppingen, wieder regulär vonstattengehen. Dies teilt das Kultusministerium des Landes auf Anfrage mit. Sollten die Unwetterwarnungen weiter andauern, würden dieselben Regelungen gelten wie am Montag.