Geislingen Streit nach Fußballspiel hat Folgen

Der Streit entbrannte nach einem Heimspiel des SV.
Der Streit entbrannte nach einem Heimspiel des SV. © Foto: rol
Geislingen / RUW 20.06.2018
Nach Spielende eskalierte ein Streit bei einem C-Jugend-Spiel in Geislingen. Sportgericht und Vereine wollen jetzt aufklären, wie es dazu kam.

Kaum hatte der Schiedsrichter das Spiel abgepfiffen, passierte es: Jugendspieler gingen aufeinander los, Zuschauer stürmten den Platz, zwei Fußballer kamen leicht verletzt in ein Krankenhaus. Beim C-Jugend-Fußballspiel zwischen dem SV Glück Auf Altenstadt und der TSG Salach brach am Sonntag ein kleiner Tumult los.

„Einer unserer Spieler hat richtig eins auf die Nase bekommen“, sagt Stefan Oesterling, Vorstand der TSG Salach. Ein Arzt habe dem Jugendlichen vorerst ein Sportverbot erteilt. Bereits am Montag hatte ein Polizeisprecher auf Nachfrage unserer Redaktion berichtet, Spieler hätten Prellungen und leichte Gesichtsverletzungen erlitten.

„Wenn Emotionen losbrechen, kann es schnell gehen, aber mich hat das sehr überrascht“, betont Oesterling. Das erste Gespräch mit Spielern und Eltern habe man im Verein bereits geführt. Bis Freitag sollen schriftliche Stellungnahmen für Aufklärung sorgen. „Natürlich ist auch das Sportgericht involviert“, sagt der Vorstand. Die Jugendmannschaften des SV Glück Auf und der TSG Salach sind Tabellennachbarn. Das Spiel sei sehr eng gewesen (Endstand 1:1), aber normalerweise passiere so etwas nicht, so Oesterling. Schon während der Partie hatte der Schiedsrichter Zeitstrafen verhängt. Obwohl sich Zuschauer in den Streit eingemischt hatten, dürfe man nicht an pures Chaos denken. Viele seien laut Polizei auf dem Platz gewesen, um zu schlichten.

„Wir wollen den Sachverhalt jetzt in Ruhe aufklären“, betont Oesterling. Eventuell könnte jedoch das Samstagsspiel der Salacher C-Jugend ausfallen. Oesterling glaubt nicht, dass sich der Streit negativ auf die Vereinsbeziehung zwischen der TSG und dem SV auswirken könnte. Auch beim SV Glück Auf lege man viel Wert darauf, die Ereignisse aufzuarbeiten, sagt Vorstand Siegfried Weber.

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