Göppingen Staufermedaille als Dank

Landrat Edgar Wolff (l.) überreicht Kreisarchivar Walter Ziegler zum Abschied die Staufermedaille. Foto: Nadja Kienle
Landrat Edgar Wolff (l.) überreicht Kreisarchivar Walter Ziegler zum Abschied die Staufermedaille. Foto: Nadja Kienle
Göppingen / NADJA KIENLE 05.03.2012
Große Feier in der Stiftskirche Faurndau: Zu seinem Eintritt in den Ruhestand fand für Kreisarchivar Walter Ziegler ein Festabend statt. Ziegler erhielt für sein großes Engagement die Staufermedaille des Landes.

Viele Besucher und Gäste strömten am Samstagabend in die Stiftskirche in Faurndau, um an dem großen Festabend teilzunehmen, zu dem die historischen Vereinigungen der Region zum Abschied von Kreisarchivar Walter Ziegler eingeladen hatten. Das spätromanische Bauwerk aus dem 13. Jahrhundert vermittelte dabei genau das passende feierliche Ambiente, um Walter Ziegler für sein langjähriges berufliches und ehrenamtliches Engagement zu würdigen. Nach 42 Jahren als Kreisarchivar war Ziegler zum 1. März in den Ruhestand verabschiedet worden.

Der Kreisoberarchivrat und Leiter des Kulturamts habe sich aber nicht nur im Rahmen seiner beruflichen Tätigkeit stark für die Erforschung und Vermittlung der regionalen Geschichte und der Staufergeschichte engagiert, sondern auch mit viel ehrenamtlichem Engagement in diesem Bereich gewirkt, erklärte Karl-Heinz Rueß, Archivleiter und Leiter der Museen Göppingen, bei der Begrüßung. Ehrenamtlich ist Ziegler seit 1974 Vorsitzender des Geschichts- und Altertumsvereins Göppingen, fungiert seit Anbeginn als Geschäftsführer der Göppinger Stauferstiftung und wirkt auch im Präsidium der Gesellschaft für staufische Geschichte mit. Ziegler habe Göppingen mit seinem Wirken zum Zentrum der Staufer gemacht, erklärte Jürgen Hilse von der Stauferstiftung Göppingen.

Lobende Worte über die gute Zusammenarbeit mit Ziegler fanden auch Bernhard Stille, Vorsitzender des Kunst- und Geschichtsvereins Geislingen, sowie Wolfgang Stürner von der Gesellschaft für staufische Geschichte. "Walter Ziegler hat mit seinem Wirken Heimatgeschichte und die Staufergeschichte erlebbar gemacht und viele Heimatgeschichten wären ohne sein Mitwirken nicht möglich gewesen", erklärte Landrat Edgar Wolff. Er überreichte Ziegler als besondere Auszeichnung für sein großes Engagement zur Bewahrung der Geschichte im Namen des Landes Baden-Württemberg die Staufermedaille.

Besondere Verdienste seien ihm auch in Zusammenhang mit dem wissenschaftlichen Nachwuchs zuzuschreiben, denn er habe bei vielen jungen Menschen die Begeisterung für die Geschichte geweckt, erklärte Sönke Lorenz von der Universität Tübingen. "Walter Ziegler machte der breiten Öffentlichkeit Geschichte zugänglich und setzte mit dieser Arbeit Maßstäbe", ergänzte Albrecht Ernst als Vorsitzender des Württembergischen Geschichts- und Altertumsvereins. Ein Grußwort gab es auch von Oberbürgermeister Guido Till. Den Festvortrag hielt Christel Köhle-Hezinger von der Friedrich-Schiller-Universität aus Jena. Sie stellte das Projekt über die ehemalige Baumwollweberei von Arnold Staub und die damit zusammenhängende historische Arbeitersiedlung in Kuchen vor. Bei dem Projekt wirkten Studenten der Universität Tübingen mit und es fand seitens des Kreisarchivars große Unterstützung. Die Liebe zur Heimat und den Staufern habe er bereits von Kindesbeinen an gehabt, erklärte Ziegler schmunzelnd, der 1947 in Süßen geboren wurde und auch weiterhin in seinem ehemaligen Berufsfeld, der Geschichte, aktiv sein möchte.

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