Geislingen an der Steige Stadtkirche: Steinmetz in luftiger Höhe

RA 19.02.2016
Fast wie "Mauerspechte" hingen am Donnerstag zwei Spezialisten an der Westseite des Stadtkirchenturms. Sie untersuchen den Tuffstein auf Schäden. Mit Bildergalerie.

. Dieses Bild bietet sich nicht alle Tage: Am Seil hängend überprüft der Esslinger Steinmetzmeister Constantin Baki die Beschaffenheit des Tuffsteins am Kaffgesims des Geislinger Stadtkirchenturms. Unterstützt wird er dabei von einem Profi, dem Industriekletterer Dietmar Kübler aus Stuttgart. Er trägt die Verantwortung dafür, dass der Steinmetz sicher am Seil hängt und seiner Untersuchungsarbeit nachkommen kann. Kübler hat auf dem Gebiet des Industrieklettern eine fast 20-jährige Erfahrung und alles ist doppelt gesichert. Ausgestiegen sind die beiden durch ein Fenster im Turm.

Ursprünglich war für die Überprüfung der Beschaffenheit des Gesteins der Einsatz eines Hubsteigers geplant, die Lösung der Kletterei sei aber die bessere, meinen Experten.

Und warum geht's nun hinauf in luftige Höhe? Tuffstein ist sehr porös, Wasser kann eindringen und in der kalten Jahreszeit zu Frostsprengungen führen. Jüngst sind kleine Stücke abgebröckelt, weshalb der Weg unterhalb des Kirchturms gesperrt ist. Nun gilt es diese Schäden zu begutachten und zu dokumentieren. Mit Hammer und Meißel werden zudem die schadhaften Stellen abgeklopft, das Material in einem Eimer gesammelt. Ein Architekturbüro soll dann entscheiden, wie die Schäden in den nächsten Tagen ausgebessert beziehungsweise repariert werden.