Geislingen SPLITTER: Statements der Kandidaten

JIA 19.02.2016
Wir haben Statements der vier Landtagskandidaten zusammengetragen.

Nicole Razavi (CDU):
Ihr „politisches Steckenpferd“, wie Nicole Razavi die Verkehrspolitik nennt, lässt sie beim GZ-Wahlforum aus dem Stall: „Wir müssen um beides kämpfen: Schiene und Straße“, betont die Kandidatin. Sie tritt zum dritten Mal bei der Landtagswahl an. Die Landesregierung hätte mehr investieren müssen, Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) stehe „auf der Bremse“. Beim bildungspolitischen Thema Gemeinschaftsschule spricht sich die ehemalige Lehrerin für „Lehrer statt Lernbegleiter und Klassen statt Lerngruppen“ aus.

Sascha Binder (SPD):
Die Pläne für den Ausbau der B10 sind älter als Sascha Binder – der 32-jährige Jurist errechnet sich aber beste Chancen, die neue Bundesstraße noch zu erleben. „Ich würde mich sehr freuen, wenn das ein Ostergeschenk geben würde“, sagt er beim GZ-Wahlforum. Für den Metropolexpress bis Geislingen hat sich der SPD-Landtagskandidat bereits eingesetzt. Das sei ein langer Kampf gewesen, „weil die Welt in Süßen aufgehört hat“. Im Umgang mit Flüchtlingen setzt Binder voraus, „mit jedem, der zu uns kommt, gleich umzugehen“.

Eckhart Klein (Grüne):
„Viele Junge verlassen ihre Dörfer und kommen nie wieder“, bedauert Eckhart Klein. Eine bessere Anbindung des ländlichen Raums an die Städte würde das Leben auf dem Land für junge Menschen schmackhafter machen. Der Geislinger, der für die Grünen kandidiert, sorgt sich um Blühflächen. Unbebaute Flächen sollen genutzt werden, anstatt immer weiter neue Bauplätze auszuweisen, sagt der 51-Jährige. Gegen Ängste vor Flüchtlingen schlägt Klein vor: „Die Fluchtgeschichte hören und Kontakt mit Flüchtlingen suchen.“

Armin Koch (FDP):
„Die Leute werden eingeladen und hausen dann enttäuscht in Zelten an den Grenzen“, sagt Armin Koch zur Asylpolitik. Bei der Frage nach einer Obergrenze müsse man sich an den freien Plätzen in den Kommunen orientieren. Realschulen haben für den FDP-Landtagskandidaten Bestandsschutz – Gemeinschaftsschulen bleiben nur so lange, „bis die Zahlen gen Null tendieren“. Für den Taxifahrer aus Süßen ist der zähflüssige Verkehr auf der B10 nicht durch Radwege zu lösen: „Fahren wir dann mit Anhängern zum Einkaufen?"