Mit den Beschäftigten des Geislinger WMF-Logistikunternehmens Prolog, das geschlossen werden soll, haben gestern die Bundestagsabgeordnete Heike Baehrens und der Geislinger Landtagsabgeordnete Sascha Binder (beide SPD) das Gespräch gesucht. "Die Beschäftigten haben in den vergangenen Jahren immer wieder Zugeständnisse bei Arbeitszeit und Lohn gemacht, um ihre Arbeitsplätze zu erhalten. Und nun wird trotz der guten wirtschaftlichen Situation der Prolog-Standort geschlossen. Das große Unverständnis darüber teilen wir", erklärte Baehrens.

Vor dem Betriebsratsbüro versammelten sich die Mitarbeiter, um das weitere Vorgehen zu besprechen. In einer Ansprache sagte Binder, dass die tiefe Betroffenheit über die Standortschließung weit über die Werkstore der WMF hinausgehe. "Für die Beschäftigten geht es um die existenzielle Frage, wie es für sie weiter geht, für den Geislinger Raum geht es um den Verlust von insgesamt bis zu 500 Arbeitsplätzen. Eine Standortschließung betrifft uns alle in Geislingen" so Binder. Die beiden Abgeordneten sicherten ihre Unterstützung zu. "Wir können nicht mitbestimmen, aber wir werden Betriebsrat und Belegschaft zur Seite stehen."

Mit der Prolog-Schließung würden, wie berichtet, 250 Stellen wegfallen, in der WMG AG in Geislingen sollen darüber hinaus weitere 280 Arbeitsplätze eingespart werden.