Geislingen an der Steige / RA  Uhr
Am kommenden Wochenende feiert Geislingen sein Stadtfest. Die Vorbereitungen laufen, der Hockverein schaut aber sorgenvoll auf die Veranstaltung.

"Wir wollen keine Spaßbremse sein", sagt Doris Heckmann vom organisierenden Hockverein, doch das uneingeschränkte Feiern ohne Sperrstunde bereitet den Veranstaltern Sorge.

Im Gemeinderat war ein auf Wunsch des Hockvereins formulierter Antrag auf eine Sperrzeitregelung von 5 auf 3 Uhr verworfen worden, zuvor war dieses Ansinnen heftig in den Sozialen Medien diskutiert worden. Es bleibt also alles wie gehabt, wobei Doris Heckmann und ihre Mitstreiter Werner Haas und Friedrich Kumpf fürchten, dass es am frühen Morgen nach offiziellem Hockschluss um 2.30 Uhr wieder zu gewaltigen Auseinandersetzungen kommt wie in den Vorjahren. Ein Generationenproblem, wie die Hockveranstalter einmütig feststellen, denn noch vor wenigen Jahren war nach Hockschluss für die große Masse der Besucher einfach der Hock vorbei. Die jüngere Generation beginne erst sehr spät in der Nacht mit dem Feiern, häufig werde dann mit härteren Alkoholika noch ein sogenanntes "Vorglühen" vorgeschaltet.

Friedrich Kumpf ärgert vor allem, dass die unschönen Ereignisse nach dem Hock letztlich mit dem eigentlich schönen Stadtfest in Zusammenhang gebracht werden. Und letztlich kostet die Sicherheit den Hockverein auch richtig Geld. Von 22 bis 4 Uhr sind sechs Personen auf Wachstreife, von 4 bis 8 Uhr zwei Personen, weiß Werner Haas. Dafür gibt der Hockverein rund 2500 Euro aus, informiert ergänzend Doris Heckmann. Auch die Polizeipräsenz sei diesmal größer. Dass die neue Sperrzeitenregelung vom Gemeinderat nicht mitgetragen wird, wenigstens versuchsweise, bedauert das Trio. Doris Heckmann hat übrigens die Geislinger Gemeinderäte zu einer Schlussrunde über den Hock schriftlich eingeladen, aber bislang keine Antwort erhalten.