Geislingen SO GESEHEN: Eine Minute die Heimat feiern

Der Film entstand in drei Wochen und zeigt auch Szenen, die in der  Burgruine Helfenstein gedreht wurden.
Der Film entstand in drei Wochen und zeigt auch Szenen, die in der  Burgruine Helfenstein gedreht wurden. © Foto: Stadtverwaltung
RUBEN WOLFF 02.08.2016
Der neue Imagefilm über Geislingen ist seit Sonntag im Internet zu sehen. Der Film richtet sich nicht nur an Menschen, die Geislingen noch nicht kennen. Er soll auch die Geislinger selbst erinnern, wie schön die eigene Heimat ist.

Es klingt sehr selbstbewusst, was da am Ende des neuen Imagefilms über Geislingen zu lesen ist: „Wir steigern Lebensfreude.“

Die Geislinger sind nicht unbedingt als Lokalpatrioten bekannt. Lebensfreude finden viele eher woanders. Ob in den Sozialen Medien oder bei Gesprächen in der Fußgängerzone – Die Kritiker an der eigenen Heimat sind überall zu finden. Das weiß auch Stephan Durant vom Stadtmarketing. „Klar wollen wir erreichen, dass die Geislinger wieder vermehrt positiv über ihre Stadt denken und sprechen.“ Der Film jedenfalls wird seinen Teil dazu beitragen. Ein paar tausend Menschen haben ihn bereits auf youtube gesehen und die Kommentare klingen teilweise tatsächlich schon nach Heimatliebe. Um der Heimat etwas mehr Platz in den Herzen aller Geislinger zu verschaffen, hat der junge Filmemacher Florian Schmid die Schönheit der Fünftälerstadt in eindrucksvolle Bilder und Szenen gebannt. Ob in der Nahen oder in der Totalen – in dem 60-sekündigen Film werden die schönen Seiten Geislingens geradezu zelebriert. Schmid erzählt die Geschichte über seine Heimatstadt in Einstellungen und Perspektiven, die ihr schmeicheln.

Durant lebt seit gut zwei Jahren hier, und war früh fasziniert von der „wahnsinnigen Lage dieser Stadt mit ihren fünf Tälern.“ Seitdem habe er sich überlegt, wie man die Stadt inszenieren kann. Viele seiner Ideen habe er in dem Imagespot verwirklichen können.

Auffällig ist auch, wie oft „internationale Gesichter“ im Film auftauchen. Das sei Absicht, sagt Durant. „Wir wollten die Weltoffenheit unserer Stadt visualisieren.“ In Geislingen haben knapp 40 Prozent aller Menschen einen Migrationshintergrund.

Es zeigt sich: Mit der Gruppe Drei, den Fahnen in der Fußgängerzone, dem neuen Stadtlogo und dem Film wird viel bewegt. Durant und Co. scheinen für ein neues Geislinger Selbstwertgefühl sorgen zu wollen. Allein mit Image-Aktionen klappt das nicht, dennoch sind diese 60 Sekunden äußerst eindrucksvoll und vermitteln vielleicht auch dem ärgsten Lokalkritiker Lebensfreude.

Hier gehts zum Film: https://www.youtube.com/watch?v=2upWBdHWXVs&feature=youtu.be