Geislingen Skateworkshops im Skatepark

Makan Esfahlani: "Im Skatepark wird jeder so akzeptiert, wie er ist."
Makan Esfahlani: "Im Skatepark wird jeder so akzeptiert, wie er ist." © Foto: Stefan Hinkelmann
SWP 22.06.2013
Makan Esfahlani ist 21 Jahre, Abiturient und Skateboarder aus Geislingen, der schon bei Contests in Ulm und Göppingen gestartet ist.

Wieso bist du Skateboarder?

MAKAN ESFAHLANI: Ich mag die Gesellschaft: Egal, wie alt man ist, man kommt zusammen. Skateboarden ist wie eine Sprache. Da heißt es nicht: Du bist zu jung, zu alt, du passt nicht hierher - dein Status ist einfach egal. Jeder kann mitmachen. Und es ist auch egal, welche Tricks man macht. Hauptsache, du machst sie, dann wird applaudiert. Deshalb passt das Thema Inklusion auch so gut hierher - weil jeder akzeptiert wird, wie er ist.

Wie bist du dazu gekommen, dich für den Skatepark zu engagieren?

MAKAN: Ich bin schon lange auf der alten Anlage gefahren und habe 2008 mit Margret Funk (vom städtischen Planungsamt, Anm. d. Red.) den ersten Plan für den Skatepark erstellt. Wegen des Abiturs musste ich ein bisschen kürzer treten, aber seit Dezember bin ich wieder sehr aktiv und versuche, mich so viel wie möglich im Skatepark einzubringen, leite beispielsweise die Skateworkshops und bringe meine Ideen in die Treffen mit dem Stadtjugendring ein.

Wie sind deine bisherigen Erfahrungen?

MAKAN: Anfangs fand ich das mit dem inklusiven Gedanken kritisch. Ich dachte nicht, dass das wirklich ernst gemeint ist. Jetzt sehe ich, dass es wirklich funktioniert - und ich habe so viele engagierte junge Leute kennengelernt. Das Projekt ist echt lobenswert. Und ich habe selber schon so viel gelernt, zum Beispiel bei der Inklusionsschulung im Mai. Alleine die Definition Inklusion: Jetzt weiß ich, was damit gemeint ist. Es war auch gut, von den Eltern der behinderten Kinder zu hören: Bitte behandelt unsere Kinder wie normale Kinder. Unser erster Workshop war dann ein Riesenerfolg: Erst kam ein Mädchen, das mit mir fahren wollte, dann immer mehr, ich konnte mich gar nicht um alle kümmern. Dass sie dann einfach mit anderen Skatern Kontakt aufgenommen haben, fand ich toll - es ist wichtig, sich selbst einzubringen.