Geislingen / Tomas Cabanis  Uhr
Neuntklässler entwerfen und sprayen eigene Kunstwerke für Wiedereröffnung der Geislinger Skaterampe.

 „Pfff“ macht es, als Petra Kobasevic die Spraydose mit ruhiger Hand über das Bild führt. Die 16-Jährige und fünf weitere Schüler der Schubart-Realschule sind nicht auf einer illegalen Graffititour, sondern besprühen die sechs gereinigten Platten, die den Skatepark Geislingen ab kommenden Sonntag schmücken sollen. Die Werke aus dem Kunstunterricht der Neuntklässler sind das Resultat des ersten Projektes dieser Art in Geislingen.

Skatepark-Team sucht sich die besten sechs Entwürfe raus

Auf die Idee kam Lehrerin Ella Helber nach einem Skate-Workshop vor einem Jahr: Damals unterhielt sie sich mit den ehemaligen Schülern Benedict und Maximilian Erhardt, die sich ebenfalls für den Skatepark engagieren. Nachdem die Schüler in einer zweimonatigen Projektphase ihre eigenen Ideen umsetzen konnten, suchte sich das Team des Skateparks die besten sechs Entwürfe heraus. Die Vorlagen von Marie Büttner und Kevin Christ, die den Skatepark und den Planet Erde auf ihren Bildern thematisieren, haben der Jury so gut gefallen, dass sie an der Frontseite der Ramps Platz finden werden. „Es ist echt schwierig zu sprayen“, erklärt Christ und versucht eine gerade Linie zu ziehen.

„Sprayen ist nicht automatisch illegal“

Für die meisten Schüler ist es die erste Erfahrung mit Graffiti. „Irgendwann kommt man aber rein“, findet Jolina Thurner. „Die Noten sind im Durchschnitt besser wie sonst“, erklärt Julia Mauriello, die das Projekt gemeinsam mit Helber organisiert. Die Lehrerinnen könnten ihren Unterricht auch müheloser gestalten, doch das wollen sie nicht. „Schüler sind bei Projekten viel motivierter“, erklären sie. Schon dass die Jugendlichen bei der Arbeit begeistert sind, würde reichen um zu wissen, dass man das Richtige mache. Des Weiteren geht es den beiden darum,  Graffiti als Kunst zu betrachten. „Sprayen ist nicht automatisch illegal“, fügen sie   hinzu.

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