Geislingen an der Steige Simone Jäger als Dekanatsreferentin beauftragt

Diözesanreferent Clemens Dietz überreicht Simone Jäger eine grüne Kerze als Symbol für den Aufbruch.
Diözesanreferent Clemens Dietz überreicht Simone Jäger eine grüne Kerze als Symbol für den Aufbruch. © Foto: Claudia Burst
CLAUDIA BURST 15.02.2016
Ein Gottesdienst beendete am Samstagabend das Gemeindeforum in Sankt Johannes und markierte gleichzeitig mit der Einsetzung von Simone Jäger offiziell den Beginn von "Kirche am Ort".

Es war ein fröhlicher und dank ihrer Kirchenband ein sehr schwungvoller Gottesdienst, der am Samstagabend in der katholischen Kirche Sankt Johannes den offiziellen Start von "Kirche am Ort" kennzeichnete. Der Gottesdienst beendete darüber hinaus ein zweieinhalbstündiges Gemeindeforum zu diesem Thema, zu dem über 70 Katholiken aus dem gesamten Dekanat zusammengekommen waren. Gemeinsam hatten sie versucht, Ideen zu entwickeln, wie dieser von der Diözese Rottenburg-Stuttgart angestoßene Prozess im Lauf der kommenden fünf Jahre im Dekanat Göppingen-Geislingen konkrete Formen annehmen kann. Ihre Fragen zu den Themengebieten "Kirche heute", "neue Wege", "Kirche am Ort" und "Veränderungen" wurden von Domkapitular Matthäus Karrer und Dekanatsreferentin Simone Jäger beantwortet.

Die Heilige Messe markierte den Beginn dieses Prozesses, weil in ihrem Rahmen die speziell für diese Aufgabe eingestellte Dekanatsreferentin Simone Jäger (wir berichteten) offiziell für das Amt beauftragt wurde. Als "Aufbruchszeit" bezeichnete Matthäus Karrer die Stimmung in der Diözese und den einzelnen Dekanaten. Dazu passe die österliche Schriftlesung aus dem 21. Kapitel des Johannesevangeliums - trotz der momentanen Fastenzeit. "Dieses Kapitel spiegelt das ganze Leben", betonte der Prediger und setzte die einzelnen Verse in Bezug zu den Herausforderungen der "Kirche am Ort"-Idee. "Wir müssen wieder Brücken bauen", appellierte Karrer an seine Zuhörer, weil es um die Zukunft der Kirche und des Glaubens gehe. Im Anschluss an seine Worte und die Eucharistiefeier wurde Simone Jäger von Clemens Dietz in ihr Amt eingesetzt. Als Symbol überreichte der Diözesanreferent ihr eine grüne Kerze, um ihr "grünes Licht für den neuen Aufbruch" zu signalisieren. Er wünschte ihr Tatkraft und Freude, Mut und Ermutigung, Begeisterung, Gottvertrauen und "Seinen Segen". Auch Dekan Martin Ehrler überreichte ihr mit launigen Worten ein kleines Geschenk.

Simone Jäger bedankte sich für die netten Wünsche, für all die Anregungen beim Gemeindeforum und bei Freunden und Bekannten für die Unterstützung. An die Vertreterinnen von fünf der 14 Seelsorgeeinheiten im Dekanat Göppingen-Geislingen, die sich bereits auf den Weg von "Kirche am Ort" begeben haben, überreichte sie brennende Kerzen als Symbol für das Licht Jesu, das diesen Weg begleiten soll.

Am Ende zitierte sie eine Geschichte mit dem nachdenklichen und zum "Kirche am Ort" passenden Fazit: "Es kann sein, dass der Weg von gestern nicht zu den Menschen von heute führt."