Kreis Göppingen Südmährer treffen sich in Geislingen

Ein Südmährertreffen in den 1960er Jahren im Notzental. Tausende von Teilnehmern finden dort zur Kundgebung zusammen. Im Hintergrund (rechts) hinter den parkenden Autos noch der Teich mit den Springbrunnen und im Zentrum das WMF-Gebäude.
Ein Südmährertreffen in den 1960er Jahren im Notzental. Tausende von Teilnehmern finden dort zur Kundgebung zusammen. Im Hintergrund (rechts) hinter den parkenden Autos noch der Teich mit den Springbrunnen und im Zentrum das WMF-Gebäude. © Foto: Foto: GZ-Archiv
Kreis Göppingen / ra 25.07.2018
Erinnerungen an die alte Heimat werden wachgehalten, aber die Teilnehmer wollen sich bei der Stadt Geislingen auch für die Patenschaft bedanken.

Bereits zum 70. Male findet am Wochenende das Bundestreffen der Südmährer in ihrer Patenstadt Geislingen statt. In der Fünftälerstadt suchen die Südmährer, die sonstswo in Deutschland, in Österreich oder im benachbarten Ausland leben, in Geislingen die Begegnung mit Landsleuten. Dabei lassen sie ihre alte Heimat wieder aufleben.

Das Treffen beginnt am Samstag mit dem Niederlegen eines Kranzes am Ostlandkreuz auf der Schildwacht. Damit wird der Toten gedacht. Das Kreuz ließen die Südmährer 1950 als Mahn- und Gedenkmal aufstellen. In der Jahnhalle ist dann am Samstag auch die Vorstandssitzung des Südmährerbundes angesagt, am Nachmittag folgt die Versammlung der Vertreter der Heimatkreise, um 16 Uhr findet die Versammlung aller Delegierten statt.

Die festliche Eröffnung des Treffens beginnt nach Auskunft der Veranstalter um 17.30 Uhr, Grußworte werden von Geislingens Oberbürgermeister Frank Dehmer, Staatssekretär Julian Würtenberger vom Innenministerium Baden-Württemberg und von Hans Günter Grech, dem Obmann des Kulturverbandes der Südmährer in Österreich, erwartet.

Der Sprecher der Südmährer, Franz Longin, erklärt bereits in einem Grußwort: „Das Bundestreffen 2018 soll für uns wieder ein Fest des Wiedersehens und der Freude werden. Das Bundestreffen soll aber auch die Gelegenheit geben, uns bei der Stadt Geislingen für ein Jahr der aktiven Patenschaft zu bedanken. Wir wollen uns in diesem Jahr besonders bewusst machen, was es bedeutet, dass wir 70 Jahre dieses Treffen in Geislingen begehen, ja erfolgreich bestehen können und dass wir bereits das 65. Patenschafts-Jubiläum mit der Stadt Geislingen feiern können.“

Die Gesangs- und Tanzgruppe Moravia Cantat begleitet die Veranstaltung mit musikalischen Darbietungen. Zum Abschluss werden der Südmährische Kulturpreis und andere Preise verliehen. Ab 19 Uhr treffen sich die Südmährer und ihre Freunde zum gemütlichen Beisammensein.

Am Sonntag ist für 9 Uhr der Festgottesdienst in der Jahnhalle angesetzt, zelebriert von Weihbischof Matthäus Karrer aus der Diözese Rothenburg/Stuttgart. Um 10 Uhr schließt sich am selben Ort die Hauptkundgebung an mit Grußworten von Oberbürgermeister Frank Dehmer und Landrat Edgar Wolff. Die Festrede wird Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann halten. Und Franz Longin freut sich bereits: „In diesem Jahr werden wir eine Bestätigung der Patenschaft erhalten, die zum Ausdruck bringt, dass auch in näherer und weiterer Zukunft die Stadt zu ihrer Patenschaft steht und dass sich die Nachfahren der Vertriebenen aus Südmähren und Südböhmen in dieser Stadt zu Hause fühlen können. Diese Bestätigung ist mir wichtig, sie wird im Rahmen der Festkundgebung am Sonntag unterzeichnet werden.“

Anschließend treffen sich die Ortsgemeinschaften in der Jahnhalle. Die Junge und Mittlere Generation versammelt sich um 13.30 Uhr zu einer dem Erinnern gewidmeten Veranstaltung, bei der ein Zeitzeugenbericht über eine unglaubliche Lebensgeschichte vorgetragen wird. Der Treffpunkt der Südmährer im Alten Rathaus ist ab 14.30 Uhr geöffnet.

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