Demnächst soll auf einem bislang als Parkplatz genutzten Areal am Geislinger Wilhelmsplatz ein Biomarkt entstehen. Zuvor allerdings prüfen Kreisarchäologe Dr. Reinhard Rademacher und sein Team, ob sich archäologisch interessante Funde unter Asphalt und Bauschutt verbergen. Sie finden Teile des Fundamentes des so genannten Seelhauses. Ein Gebäude, das in den 1960er Jahren abgerissen wurde und älteren Geislingern noch im Gedächtnis sein müsste. „Der ganze Komplex bestand zumindest im 18. Jahrhundert aus einer Vielzahl von Gebäuden und lässt sich bis auf die Gründung des Spitals im Jahr 1351 zurückverfolgen“, sagt der Kreisarchäologe.

Zutage kamen nicht nur die Fundamente des Seelhauses – sondern auch ein Teil der Stadtmauer, gleich neben der noch stehenden kleinen Umspannstation. „Wir wussten, dass sich die Stadtmauer hier befinden muss“, sagt Rademacher. Sie wurde im 19. Jahrhundert abgebrochen. Die Steine seien sehr wertvoll gewesen, behauene Quader, die sich sehr gut anderweitig verbauen ließen, erläutert der Kreisarchäologe: „Man sieht, dass die Mauer richtiggehend ausgeschlachtet wurde.“

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