Geislingen an der Steige Schwäbisch und "dreggad"

Muss auf sich allein gestellt in der schwäbischen Provinz ermitteln: Außenseiter Uwe Krollhass.
Muss auf sich allein gestellt in der schwäbischen Provinz ermitteln: Außenseiter Uwe Krollhass. © Foto: Camino
Geislingen an der Steige / SWP 16.02.2016
Wenn am Donnerstag die schmutzige Krimikomödie "Trash Detective" in den Kinos startet, ist auch das Gloria in Geislingen dabei.

Matringen, ein verschlafenes Städtchen im Schwäbischen. Hier ist Uwe Krollhass - Quartalssäufer, Außenseiter und Schrottbastler - bekannt wie ein bunter Hund, wenn auch nicht sehr beliebt: Mit seiner ruppigen Art geht er allen auf die Nerven. Keiner glaubt dem Schwätzer ein Wort, auch nicht, als Uwe davon überzeugt ist, einen Mord an Susi Berger, die so gerne Miss Süddeutschland werden wollte, beobachtet zu haben. Die schöne Susi bleibt jedenfalls nach einem Fest verschwunden. Und weil Uwe zur mutmaßlichen Tatzeit betrunken war, gerät er selbst in Verdacht. Ob Freund, Vater oder allen voran die hartnäckige Kommissarin Gabi Stolz - jeder will von ihm wissen, wo Susi ist. Oder wenigstens ihre Leiche.

Mit seinem Verdacht alleingelassen, stellt Uwe auf eigene Faust Ermittlungen an und dringt immer tiefer in die dunklen Wahrheiten ein, die unter der Kleinstadtidylle Matringens vergraben liegen.

Regisseur Maximilian Buck und Drehbuchautor Michael Glasauer beweisen mit "Trash Detective", dass hinter dem schwäbischen Idiom und der Provinzidylle durchaus böse Wahrheiten lauern können. Dazu schicken sie das Fassbinder-Urgestein Rudolf Waldemar Brem als versoffenes "enfant terrible" auf eine Tour de Force durch die Kleinstadt Matringen - und zu seinen eigenen Dämonen. In Matringen hat so ziemlich jeder Dreck am Stecken: Es geht ganz schön "grindig" zu, oder auf Schwäbisch: dreggad.

Info Der Film läuft im Gloria Kino Center Geislingen ab Donnerstag, 18. Februar.

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