SCHO GHÖRT - SCHO GHÖRT - SCHO GHÖRT - SCHO GHÖRT - SCHO GHÖRT

SWP 16.06.2012

· Daniel Straub lebt auf

Die WMF lässt einen neuen Imagefilm drehen, berichtet die Firmenzeitschrift "WMF Spiegel". Erster Drehort dafür war die WMF-Vorzeigefiliale in der Stuttgarter Königsstraße. Von 7 bis 20 Uhr ging der Dreh des zehnköpfigen Filmteams. Das Endprodukt soll szenisch alle fünf Geschäftsbereiche darstellen. Außerdem gilt ein Schwenk der Firmengeschichte: Dann wird ein Schauspieler im Freilichtmuseum in Wackershofen den Geislinger Firmengründer Daniel Straub mimen. Ende des Jahres soll der Werbefilm fertig sein.

· Tasse oder Kännchen?

Bei der Aktionärsversammlung der WMF in der Stuttgarter Liederhalle sinnierte Vorstandschef Thorsten Klapproth unter anderem über den schnell um sich greifenden globalen Trend hin zu mehr Kaffeekonsum und zu Kaffeespezialitäten, was dem Kaffeeautomatenbauer WMF sehr zupass kommt. Klapproth: "Denken Sie kurz zehn Jahre zurück, da lautete die Frage im Café: Tasse oder Kännchen? Heute erwarten Sie eine vielfältigere Auswahl an Kaffeespezialitäten." Wer übrigens damit brillieren will, wie gut er sich in dem Metier auskennt und über den Trend zu mehr Kaffeekonsum natürlich Bescheid weiß, spricht dann neudeutsch von der "Tea-to-coffee-conversion".

· Und ewig grüßt...

Zu einer richtigen Hauptversammlung der WMF gehören Rituale. Auch im unpersönlichen Ambiente der abgedunkelten Stuttgarter Liederhalle fühlt man sich gleich wieder etwas heimisch, wenn Michael Ruoff von der Schutzvereinigung der Kapitalanleger und Hardy Hamann von der Deutschen Schutzgemeinschaft für Wertpapierbesitz das Wort ergreifen, bzw. routiniert Co-Referate halten. So war es heuer, so war es vor einem Jahr und vor zweien und auch davor. Selbstverständlich wird zumindest einer der beiden Kleinaktionärsvertreter darauf verweisen, dass a) die Dividende schon etwas höher sein dürfte und b) die WMF mal was für einen besseren Aktienkurs tun könnte. Es gemahnt dann vollends an den Film "Und ewig grüßt das Murmeltier", wenn Beate Sander zum Mikrofon greift. Die freundliche ältere Dame aus Ulm fragt - hundertprozentig - nach dem Frauenanteil in der WMF, in der zweiten und dritten Führungsetage. Sie tat es natürlich wieder, so wie sie das im Vorjahr bereits getan hat, und im Jahr davor und ....

· Gag mit Dachschaden

Dass man einen Dachschaden hat, geben die wenigsten freiwillig zu. Bei der katholischen Kirchengemeinde in Westerheim ist das anders: Die Katholiken gehen mit ihrem "Dachschaden" sogar publikumswirksam hausieren: Seit ein paar Tagen prangt vor der Christkönigskirche ein überdimensionales Plakat, auf dem mit großen Lettern auf das undichte Dach der Kirche hingewiesen wird. Rund 300 000 Euro wird die Sanierung von Dach und Fenstern kosten, 30 000 Euro muss die Kirchengemeinde aus eigener Tasche dazu beitragen. Kein Wunder, dass der Kirchengemeinderat da für die eine oder andere barmherzige Spende selbst den einen oder anderen spöttischen Kommentar nicht scheut.

· Riegert ist empört

Eklat im Bundestag! "Sauer aufgestoßen" ist dem CDU-Wahlkreisabgeordneten Klaus Riegert der Geschäftsordnungstrick, mit dem SPD, Grüne und Linke die wichtige 1. Lesung zum Betreuungsgeld verhindert haben. Einen Hammelsprung zu boykottieren, um so die Beschlussunfähigkeit des Bundestages herzustellen, hält der sportpolitische Sprecher der Unionsfraktion für ein "grobes politisches Foul".

"Sauer" ist Riegert nicht nur wegen der "Sabotage" der Debatte über Familienpolitik und Betreuungsgeld: "Die Trickserei der Opposition hat mich die Teilnahme an der Einweihung der Stauferstele in Göppingen gekostet." Dennoch: an ein Revanchefoul denkt der Göppinger Abgeordnete nicht.

· Nacht der offenen Tür

Fußballfieber, viele Informationen und eine einzigartige Beleuchtung: Mit einer "Nacht der offenen Tür" lockte der Gruibinger Ortsverband des Technischen Hilfswerks viele Besucher an. Während vor der THW-Unterkunft ein Lichtmastanhänger, ein Oldtimer-Lastwagen mit Beleuchtungsaufbau und zwei "Powermoons" die Umgebung in ein strahlend helles Licht tauchten, wurde der eigentliche Hofbereich des THW-Stützpunktes nur dezent beleuchtet. Dort sorgten bei Einbruch der Dunkelheit präparierte Halogenstrahler für farbige Lichteffekte. Sogar das THW-Logo wurde an eine Steinmauer projiziert, wobei das gemütliche Ambiente noch durch Schwedenfeuer abgerundet wurde. "Als THW-Fachgruppe für Beleuchtung möchten wir natürlich auch gerne unsere Beleuchtungsausrüstung präsentieren", so Steffen Kulla, Leiter des Ortsverbands Gruibingen. Da dies tagsüber aber schwer möglich sei, habe sich der Ortsverband entschlossen, vor dem Tag der offenen Tür einfach noch zusätzlich eine Nacht der offenen Tür zu veranstalten, erklärt Kulla schmunzelnd. Dabei konnten die Besucher die breite Palette an Beleuchtungsmitteln in Aktion sehen, wie den Anhänger mit dem Lichtmast, der mit sechs Scheinwerfern ausgestattet und bis auf neun Meter ausfahrbar ist. Ein ähnlicher Lichtmast befindet sich auch noch auf dem 39 Jahre alten Oldtimer-Lastwagen des THW. Pro Jahr gebe es um die 15 Einsätze und Veranstaltungen, bei denen speziell die Beleuchtung des Gruibinger THW gefragt sei, berichtete Tobias Fischer vom Ortsverband. Das weitere Highlight des Abends war die Live-Übertragung des EM-Spiels Deutschland gegen Portugal in der Fahrzeughalle. Bei optimaler Beleuchtung und guter Verköstigung verfolgten dort 60 begeisterte Fußballfans das Spiel - einmal in einer etwas anderen Public-Viewing-Atmosphäre.