Nachgefragt Schlagerkuchen: Polizei wird konsequent vorgehen

Polizeichef Jens  Rügner hat den Schlagerkuchen im Blick.
Polizeichef Jens Rügner hat den Schlagerkuchen im Blick. © Foto: swp
Geislingen / Michael Scheifele 14.07.2018
Geislingens Polizeichef Jens Rügner erklärt, wie sich er und seine Kollegen auf den Schlagerkuchen vorbereiten.

Wie sieht das Sicherheitskonzept für den Schlagerkuchen aus? Sind Sie auf das Schlimmste vorbereitet?

Mit dem Schlimmsten rechnen wir nicht, aber wir sind in jedem Fall vorbereitet. Die Polizei richtet eine Wache vor Ort ein und ist  mit vielen Einsatzkräften präsent. Ein Security-Dienst ist dafür zuständig, nach dem Rechten zu sehen. Die Polizei schreitet dann ein,  wenn strafrechtlich relevante Vorkommnisse auftreten. Wir führen eine gemeinsame Einsatzbesprechung durch und sind in der Kommunikation untereinander vernetzt.

Haben Sie die Vorkommnisse der vergangenen Jahre mit berücksichtigt?

Das ist selbstverständlich. Wir haben mit der Stadt und dem Veranstalter den Schlagerkuchen 2017 ausgewertet und unseren Einsatzplan auf Basis dieser Erkenntnisse angepasst. Beispielsweise haben wir das Absperrkonzept sowie unser Personalkonzept optimiert.

Was sind die Unterschiede im Vergleich zu sonstigen Großveranstaltungen?

Es sind mehr Beamte im Einsatz als bei einem normalen Stadtfest. Der wesentliche Unterschied ist, dass viel mehr Menschen alkoholisiert sein werden. Bereits im vergangenen Jahr wurde Alkohol vermehrt exzessiv konsumiert. Das führt in Kombination mit großen Menschenmassen zu höheren Gefahren. Allerdings sind üblicherweise die wenigsten der Besucher auch tatsächlich Unruhestifter. Die große Mehrzahl der Festivalbesucher blieb im vergangenen Jahr friedlich.

Mit welcher Einstellung gehen Sie in den Einsatz?

Die Polizei wird konsequent und mit niedriger Eingriffsschwelle vorgehen. Wir werden Störenfriede von den anderen Besuchern trennen. Die Polizei akzeptiert nicht, dass der Schlagerkuchen insgesamt gefährdet wird.

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