Ulm/Göppingen Schizophren und gefährlich: Mann soll in Klinik

Ulm/Göppingen / PM 05.10.2013
Die Staatsanwaltschaft Ulm will einen 25-jährigen Mann aus Stuttgart in Sicherungsverwahrung unterbringen. Er hat im Großraum Göppingen/Stuttgart im schuldunfähigen Zustand mehrere schwere Straftaten begangen (wir berichteten).

Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, am späten Nachmittag in Göppingen an einer Parkhausschranke einen Autofahrer bedroht und gezwungen zu haben, aus seinem VW Beetle Cabrio auszusteigen. Zunächst hatte er erfolglos Geld verlangt. Mit dem geraubten Pkw, so teilt die Staatsanwaltschaft Ulm mit, soll er dann auf der B 10 durch Ausbremsen einen Mercedes-Fahrer zum Anhalten gezwungen und versucht haben, ihn aus dem Fahrzeug zu zerren. Das Vorhaben scheiterte, weil der Mercedes-Fahrer angeschnallt war und die Beifahrerin versuchte, per Handy die Polizei zu verständigen.

Als dies der 25-Jährige bemerkte, fuhr er mit Vollgas in Richtung Stuttgart. In Stuttgart soll er an einer Tankstelle vergeblich versucht haben, einem Mann gewaltsam die Fahrzeugschlüssel abzunehmen. Etwa 45 Minuten später soll er entgegen der Fahrtrichtung auf die B 14 gefahren und als Geisterfahrer mit Tempo 100 einen Tunnel durchfahren und zwei entgegenkommende Autofahrer gefährdet haben. Beim Ausfahren an der Anschlussstelle Winnenden-West kam es zum Unfall, der Beschuldigte flüchtete zu Fuß.

Nach Auskunft der Staatsanwaltschaft leidet der geständige Beschuldigte an einer die Schuldfähigkeit ausschließenden paranoiden Schizophrenie. Da er nach Ansicht der Anklagebehörde gefährlich für die Allgemeinheit ist, soll er wegen dieser Taten in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht werden.