Tradition Sängertreffen in Schalkstetten: Die gelebte Liebe zum Gesang

Ein Abend für den Gesang: Der Schalkstetter Männerchor hat beim Sängertreffen ein Heimspiel.
Ein Abend für den Gesang: Der Schalkstetter Männerchor hat beim Sängertreffen ein Heimspiel. © Foto: Ernst Häge
Schalkstetten / Ernst Häge 13.11.2017

„Es muss schon die Liebe zum Gesang sein, wenn wir uns zum 38. Mal in dieser Runde treffen“, sagte Joachim Eberhardt zum Auftakt des Amstetter Sängertreffens in der Schalkstetter Gymnastikhalle. Der Vorsitzende der Schalkstetter Sänger begrüßte zu der Veranstaltung 200 Sangesfreunde. Eberhardts besonderer Gruß galt dabei Dietmar Albiez, dem Vorsitzenden des Chorverbands Ulm/Bezirk Nord, sowie den beiden Ortsvorstehern Bernd Wachter aus Stubersheim und Ulrich Münkle aus Schalkstetten.

Den Abend eröffnete der Kirchenchor Amstetten unter Leitung von Cornelia Schmid-Fink mit dem passenden Beitrag „Die Begrüßung“ von Stefan Bothur. Es war eine schwungvolle Begrüßung. Besinnlich brachte der Gesangverein Amstetten „All die schönen Jahre“ zum Vortrag. Den 15 Mann starken Chor, der auch bei „Der Bajazzo“ gut ankam, leitet Christian Vogt . Mit viel Temperament sangen die AlleGros aus Amstetten den Klassiker „Marmor, Stein und Eisen bricht“, sehr gefühlsbetont dagegen die Frauen unter Leitung von Monika Simon das Volkslied „Guten Abend, gute Nacht“.

In eine andere Richtung bewegte sich der Männerchor aus Stubersheim im Stil der Comedian Harmonists mit dem Gruseltango, bei dem der „Arme Vampir, der kein Blut sehen kann“, stimmlich bedauert wurde. Unter Leitung von Birgit Hammerath zeichneten sich die Herren von Stubersheim mit dem harmonischen „Schöne Nacht“ weiter aus.

Nach der Pause zeigte der Chor aus Reutti mit seinem Vorsitzenden Thomas Aigner eine nette Geste: ,,Mir hent festgeschtellt, dass mir mit Bajazzo nicht in Konkurrenz mit Amstetten treten.“ Man sei ein diplomatischer Verein und habe deshalb beschlossen, „dass wir jetzt ‚Weit, weit weg’ singen“. Das Lied spiegelte die gute Atmosphäre des Sängertreffens wider. Nicht weniger stimmungsvoll präsentierte die Sängerriege unter Leitung von Ingeborg Lorz Lorenz Mayerhofers „Barba Ba“.

Eine lebendige Vorstellung gab der Gemischte Chor il CHORetto aus Schalkstetten mit „Cabaret“, dabei wurde geklatscht, gepfiffen und gesungen. Den mit zwölf Aktiven – sieben Männer und fünf Frauen – kleinsten Chor des Sängertreffens hatte Friedrich Kienle sicher im Griff. Kienle leitete auch den Männerchor, welcher den Abend mit „Wo Musik erklingt“ und „Frauen sind anders“ bereicherte.

Mit dem „Abendlied“, in dem es heißt „Freunde sind Sonne und Mond, weil streiten im Leben nicht lohnt“, ging in Schalkstetten ein von Gesang erfüllter Abend zu Ende.