Geislingen / Stefanie Schmidt  Uhr
Grünen-Chef Robert Habeck spricht in der Geislinger Rätsche über den Zusammenhang von Umweltpolitik und stabiler Demokratie.

Eine zukunftsfähige Umweltpolitik hält Robert Habeck langfristig für eine Voraussetzung für eine stabile Demokratie. Das sagte der Bundesvorsitzende der Grünen beim Neujahresempfang des Göppinger Kreisverbandes in der Geislinger Rätsche. Denn je länger man Entscheidungen aufschiebe desto weniger Spielraum bleibe schließlich übrig, um die Zukunft zu gestalten. Gerade dies führe letztendlich zu einer „Ökodiktatur“, betont er.

„Auch Nichtstun ist eine politische Entscheidung“

Werde etwa die Erderwärmung nicht gebremst, müssten 2030 laut Prognose der Weltbank 140 Millionen Menschen aus ihrer Heimat flüchten, weil sie dort keine Lebensgrundlage mehr haben  – viele davon sicher auch nach Europa. „Ob wir dann noch Rechtsstaatlichkeit und Demokratie halten können, ist nicht sicher“, befürchtet er. Auch das Nichtstun sei deshalb eine politische Entscheidung. Wie sehr die Zeit dränge, machten auch die von Schülern initiierten „Fridays for Future“-Demos für den Klimaschutz deutlich. „Die Jugend der Demonstranten ist eine Mahnung. Wir haben nicht mehr Jahrzehnte für die richtige Entscheidung, sondern nur noch Jahre“, sagte Habeck.

Mehr über Robert Habecks Rede in der Rätsche lesen Sie morgen (8. Februar) in der Geislinger Zeitung und im E-Paper.