Geislingen an der Steige Radwanderbus fährt weiter an Geislingen vorbei

DYK 28.04.2016
Der Radwanderbus zum Reußenstein des Landkreises startet in die zweite Saison. Geislingen bleibt weiterhin außen vor: Der Bus rollt übers Albvorland.

"Verstärktes Angebot zum Auftakt am 1. Mai", verkündet das Amt für Mobilität im Göppinger Landratsamt. Nachdem der neue Radwanderbus von Göppingen über die Voralb zur Burgruine Reußenstein bei Wiesensteig ein überraschender Erfolg geworden ist, legt das Landratsamt nun nach: "Um der hohen Nachfrage und teilweisen Überlastung des Radwanderbusses zu begegnen, hat der Landkreis entschieden, das Angebot in diesem Jahr noch einmal auszuweiten", berichtet die neue Radverkehrskoordinatorin Friederike Christian. Bei genauem Hinsehen zeigt sich aber, dass Geislingen oder das Täle nicht davon profitieren werden, wie dies einmal im Kreistag gefordert worden ist. Vor einem Jahr hatte der Geislinger CDU-Kreisrat Wolfgang Rapp sich dafür stark- gemacht, mit einem solchen Bus vor allem das touristisch interessante Obere Filstal zu erschließen. An der Ausarbeitung der Fahrtroute des neuen Radwanderbusses waren die Tourismusfachleute im Kreis nämlich gar nicht beteiligt. Rapp behielt sich vor, eine weitere Linie von Geislingen zum Reußenstein einzufordern, falls der Radwanderbus erfolgreich wird.

Mit 1800 Fahrgästen hatte der Bus im vergangenen Sommer die Erwartungen übertroffen, "allen Unkenrufen zum Trotz", betont Amtsleiter Jörg-Michael Wienecke. Künftig bietet der Kreis zwei zusätzliche Fahrten am Sonntagvormittag ab dem Göppinger Omnibusbahnhof an. So sollen die vielen Fahrgäste besser verteilt werden. Zeitweise fährt der Radwanderbus nun sogar im Stundentakt. Die beiden zusätzlichen Busse fahren nun auch über Bezgenriet und Bad Boll zum Boßler-Parkplatz, erklärt Christian. "Mit der Bedienung von Sehningen und dem Kurareal entsprechen wir einem dringenden Wunsch aus der Badgemeinde, ebenfalls Zugänge für die Fahrradmitnahme zu erhalten", sagt Amtsleiter Jörg-Michael Wienecke. Er lobe dieses zusätzliche Engagement des Landkreises, heißt es in der Pressemitteilung. Über das berechtigte Interesse Geislingens an derlei Angeboten zur Förderung des Tourismus am Albtrauf verliert das Landratsamt darin kein Wort. Warum? "Weil wir erst mal die Strecke stabilisieren müssen", erklärt Wienecke. Gelinge dies, könne man später über ein weiteres Angebot im Raum Geislingen nachdenken.