Tegelbergschule Provisorische zweite Mensa für Tegelbergschule

Kathrin Bulling 21.07.2017
Ab dem neuen Schuljahr gibt’s für die älteren Schüler Mittagessen im Musikraum. Bis zum Mensa-Bau soll dies die Platzprobleme entschärfen.

Sehr zuversichtlich, dankbar und froh: Diese Worte nimmt Ottmar Dörrer, der Leiter der Geislinger Gemeinschaftsschule am Tegelberg in den Mund, wenn es um die Bewertung der Zukunftspläne für seine Schule geht.

Ab dem kommenden Schuljahr wird es im Schulgebäude, genauer im Musiknebenraum, Platz für die Mittagspause geben. Alle Schüler ab der achten Klasse sollen dort warmes Essen bekommen, erklärt Dörrer. „Das wird keine zweite Kantine, mehr eine Bistro-Lösung.“ Er sei überzeugt, dass dies den älteren Schülern entgegenkomme.

Mit der Interimslösung will man den drängenden Platzproblemen während der Mittagspause entgegenwirken, über die der Schulleiter, Lehrer, Eltern und Schüler seit Längerem klagen (wir berichteten). Dörrer spricht denn auch von einem „dringend notwendigen Zwischenschritt“.

Die jüngeren Schüler essen nach wie vor im Saal der Gemeinde Gottes. Dank des Entgegenkommens der Kirchengemeinde könne man dort zwar mittlerweile jeden verfügbaren Raum nutzen, ausreichend sei dieser jedoch auf Dauer nicht, so Dörrer – vor allem angesichts der Tatsache, dass aus den unteren Klassenstufen weitere Schüler nachkommen, die zu Mittag essen.

Die zweigeteilte Mittagspause solle als Provisorium so lange bestehen, bis die neue Mensa fertig sei, erklärt Dörrer: „Ich hoffe darauf, dass das im Schuljahr 2018/19 sein wird.“ Das Mensa-Gebäude soll in dem bislang nicht voll ausgenutzten Baufenster auf dem Schulgelände, in Verlängerung des Spielplatzes, gebaut werden – entweder mit 100 oder 164 Sitzplätzen. Eine Lösung, mit der der Schulleiter sehr zufrieden ist – werde doch so der Schulbetrieb nicht gestört. „Die diskutierten Varianten hätten bedeutet, dass die Mensa in das bestehende Gebäude integriert wird – so etwas ist immer schwieriger.“

Die Stadtverwaltung rechnet je nach Größe mit Baukosten etwa zwischen 1,4 und 1,9 Millionen Euro. Die Beschlussfassung folgt im Herbst 2017. Für die Umgestaltung des Musikraums werden Anschaffungen in Höhe von rund 29 000 Euro nötig, unter anderem für eine Ausgabetheke und einen Edelstahltisch.

Der Musiknebenraum wird während der Sommerferien umgebaut. Der Musikunterricht werde davon nicht beeinträchtigt, versichert Dörrer. Allerdings wird es künftig keine Vorbereitungsklasse im Grundschulbereich mehr geben. Diese Klasse hatte ihren Platz bislang in besagtem Raum gefunden; die Kinder werden nun auf andere Geislinger Schulen verteilt.

Eine Verschlankung der Schule aufgrund der Platzprobleme hatte der Gemeinderat bereits im Januar beschlossen: Danach bieten Grundschule und Gemeinschaftsschule ab der fünften Klasse nur noch zwei Züge an, zudem sollen sich nur noch maximal 75 Grundschüler zum Mittagessen anmelden können. Die Vorbereitungsklasse in der Sekundarstufe hat bereits die Schubart-Realschule übernommen.

„Wir sind froh, dass unsere Überlegungen angekommen sind und die Übergangslösung ungestreift durchgeht“, bekennt Dörrer. „Ich bin sehr zuversichtlich und dankbar gegenüber allen, die das mittragen. Wir sehen so den nächsten zwei Jahren etwas beruhigter entgegen.“

Die Gemeinderäte stimmten in der Sitzung am Mittwoch geschlossen für die Interimslösung und genehmigten Personal- und Sachkosten für die Betreuung und Reinigung im Gemeindesaal und dem Musikraum in Höhe von 104 000 Euro.