Rund 120 Gäste drängten sich im ersten Stock des Roth-Carrees, als die SPD jüngst zur Neueröffnung ihrer Räume einlud. "Wir sind zurück am Schillerplatz", meinte der Landtagsabgeordnete Peter Hofelich und spielte damit auf das historische Gebäude der SPD an, das einstmals an der Südseite des Platzes stand und über viele Jahrzehnte die Visitenkarte der Partei in der traditionsreichen Industriestadt Göppingen war. "Wir wollen im Zentrum der Kreisstadt sichtbar Präsenz zeigen und eine gut erreichbare Anlaufstelle für die Anliegen der Bürgerschaft bilden", sagte Hofelich bei der Eröffnung. "Wir bündeln unsere Kräfte und sprechen mit einer Stimme für die Menschen im Landkreis", nannte die Bundestagsabgeordnete Heike Baehrens die Motivation für die gemeinsame neue Adresse von Abgeordneten und Partei.

SPD-Kreis-Chef Sascha Binder freute sich bei seiner Begrüßung über zahlreiche Gäste aus dem öffentlichen Leben des Landkreises. Heike Baehrens sagte, dass die SPD bei der Europawahl auch aufgrund der guten Regierungsarbeit im Bund erfolgreich gewesen sei, und dass die Wähler in vielen Gemeinden eine stabile und gestärkte SPD auf den Weg geschickt hätten.

Im Kreis Göppingen sei es möglich, Mehrheiten für soziale Politik zu bilden. Peter Hofelich hielt dafür den Dreiklang "Kommunikation - Identität - Fortschritt" für eine künftig erfolgreiche SPD von großer Bedeutung.

Professor Werner Ziegler, dem langjährigen Rektor der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen, war es vorbehalten, in einem einfühlsamen und launigen Vortrag das Talent und Wirken der Künstlerin Brigitte Schmidt zu würdigen. Denn eine Vernissage mit den Bildern der Geislingerin bildete bewusst den kulturellen Teil der Eröffnung ab. Ziegler schilderte die Stationen des künstlerischen Werdegangs und würdigte einzelne Exponate, nicht ohne schmunzelnd die dominante Farbe Rot zu erwähnen. In vielen Gesprächen fühlte sich die SPD darin bestätigt, dass mit der Neueröffnung am Roth-Carree ein überzeugender Zug gelungen sei.

Die Ausstellung von Brigitte Schmidt ist noch bis zum 31. Juli im Bürgerbüro zu sehen. Sie kann zu den üblichen Bürozeiten oder nach Anmeldung besucht werden.