Geislingen an der Steige / Ruben Wolff Die Polizei hat am Dienstagnachmittag einen Flüchtigen in Obhut genommen. Vorausgegangen war ein Familienstreit.

Am Dienstag sorgte ein Polizeieinsatz im Nel Mezzo für viel Aufsehen. Zwischen 15.30 und 16 Uhr hielten Polizisten auf der B10 vor dem Einkaufszentrum. Einsatzkräfte positionierten sich zudem in der Werkstraße, wie Zeugen der GEISLINGER ZEITUNG berichten. Es habe Hinweise gegeben, dass sich ein flüchtiger Jugendlicher dort aufhalten solle, wie eine Polizeisprecherin auf Nachfrage unserer Zeitung erklärt.

Polizei: „Jugendlicher in Obhut genommen“

Die Einsatzkräfte nahmen einen Jugendlichen in Obhut – allerdings erst Stunden später in Deggingen und nicht im Nel Mezzo. Ob der Junge tatsächlich im Einkaufszentrum war, stehe noch gar nicht fest, so die Polizei.

Der 15-Jährige soll unter einer psychischen Erkrankung leiden. Vorausgegangen war ein Familienstreit in der unteren Ostlandstraße in Deggingen, bei dem der Jugendliche seine Mutter mit einem Messer bedroht haben soll.

Familienstreit in Deggingen

Polizisten waren deswegen bereits um 14.30 Uhr ausgerückt, wie aus einer Pressemitteilung vom Donnerstag hervorgeht. Der Tatverdächtige war zu diesem Zeitpunkt bereits nicht mehr in der Wohnung in Deggingen.

So begann die Fahndung nach dem 15-Jährigen, die sich von Deggingen aus nach Geislingen erstreckte.

Festnahme um 18 Uhr in Deggingen: Polizei entdeckt Messer

Kurz vor 18 Uhr gelang es schließlich den Polizisten, den Jugendlichen in Deggingen festzunehmen. Die Beamten stellten auch ein Messer sicher. Sie wollen nun prüfen, ob es bei den Streitigkeiten zum Einsatz gekommen war.

Der psychisch Kranke kam in eine Klinik.

Die GEISLINGER ZEITUNG berichtet über den großen Einsatz ausführlich in ihrer Freitagsausgabe.

Das könnte dich auch interessieren:

Am Freitag liegen die Obduktionsergebnisse vor: Die in Crailsheim gefundene Tote wurde mit stumpfer Gewalt getötet.

Erst kürzlich hatte ein Großeinsatz in Geislingen stattgefunden:

Die Polizei hatte bei ihrem Einsatz am Dienstagnachmittag die Längentalstraße aus taktischen- und aus Sicherheitsgründen abgesperrt. Sie hatten einen 49-Jährigen festgenommen, der jetzt in einer psychiatrischen Klinik untergebracht ist.