Geislingen / Ilja Siegemund  Uhr
Einige wenige Hock-Besucher sorgen für besonders viel Ärger. Unbeteiligte wollen Festnahmen verhindern.

Viele tausende Menschen haben beim diesjährigen Hock ausgelassen und friedlich gefeiert. Was viele nicht mitbekommen haben dürften: Für die Polizei war der Hock alles andere als entspannt.

Mehrere Personen und ganze Gruppen, insgesamt etwa 60 Festbesucher, fielen extrem negativ auf. Vor allem eine Gruppe Männer im Alter zwischen 17 und 45 Jahren unterschiedlicher Nationen, darunter auch Deutsche, verhielt sich „provokativ, aggressiv und respektlos gegenüber der Polizei“, sagt Jens Rügner, Leiter des Geislinger Polizeireviers. „Der Grad der Respektlosigkeit uns gegenüber hat mich überrascht“, ergänzt Rügner. Das sei unter anderem auf den starken Alkoholkonsum der Festbesucher zurückzuführen. Viele der Männer seien stark betrunken gewesen.

Polizisten bei Festnahme bedrängt

Die Polizisten verzeichneten mehrere Straftaten, unter anderem eine räuberische Erpressung. Doch besonders heftig waren die Ereignisse, als die Polizei Straftäter festnehmen wollten: Umstehende Menschen, auch Unbeteiligte, versuchten dies zu verhindern. Deshalb forderte Rügner ein Mal weitere Beamte zur Absicherung an, sodass 15 Polizisten bei dieser Festnahme im Einsatz waren. Es war nicht der einzige Fall dieser Art am Hock-Wochenende.

In der Montagsausgabe der GEISLINGER ZEITUNG und dem ePaper lesen Sie unter anderem:

● Welche Straftaten hat die Polizei verzeichnet?

● Wie viele Menschen wurden vorläufig festgenommen?

● Wie viele Hock-Besucher wurden des Platzes verwiesen?

● Wieso zahlt mancher renitente Hockbesucher für sein Fehlverhalten mindestens 750 Euro?

Jugendliche in Geislingen kritisieren die Kontrollen der Polizei. Polizeichef Jens Rügner erklärt die Vorgehensweise im Jugendhaus Tälesbahnhof.

Hock, Kinderfest, Tag der Jugend 2019 Geislingen feiert an vier Tagen im Juli 2019

Geislingen feiert auch 2019 wieder - vom 19. bis 22. Juli.

Neun Straftaten hat die Polizei am Samstag beim Schlagerkuchen ermittelt. Der Rettungsdienst musste knapp 40 Mal ausrücken. Dennoch ordnet die Polizei die Veranstaltung als „weitgehend friedlich“ ein.