Bahn Pendler verdienen Anteil daran

Einen Anteil aus den Strafzahlungen der Bahn an das Land auch für die geschädigten Pendler fordert Nicole Razavi.
Einen Anteil aus den Strafzahlungen der Bahn an das Land auch für die geschädigten Pendler fordert Nicole Razavi. © Foto: Stefan Bentele
Kreis Göppingen / swp 24.02.2018

„Ich finde, unsere Pendler hätten einen Anteil daran als Wiedergutmachung verdient“, sagt die Geislinger CDU-Landtagsabgeordnete Nicole Razavi zur Rekordstrafzahlung der Deutschen Bahn an das Verkehrsministerium in Höhe von elf Millionen Euro. „Natürlich begrüße ich es, wenn diese Mittel nun auch in Fahrpläne, Fahrzeuge und Personal investiert werden. Wir wollen im Filstal und im Nahverkehr des Landes zurück zu einer Qualität, die diesen Namen verdient und die Bahn attraktiv macht“, schreibt Razavi in einer Pressemitteilung.

Bei einer Rekordstrafzahlung von elf Millionen Euro, der höchsten, die in Baden-Württemberg jemals von einem Verkehrsunternehmen bezahlt wurde, könne das Land sich aber nicht einfach aus der Affäre ziehen. „Das Land hat als Besteller des Fahrplans eine Mitverantwortung für die Misere. Der Bahnbetrieb im Filstal ist seit gut einem Jahr ein Glücksspiel und purer Stress für die Pendler. Die DB Regio bezahlt nun zurecht dafür Geld und hat im Herbst auch einen Betrag an die Pendler zurückerstattet“, schreibt Razavi. Es wäre nun auch seitens des Landes eine richtige Geste, wenn diejenigen, die das immer noch jeden Tag ausbaden müssen, einen kleinen Anteil abbekämen. „Für solch eine Fairplay-Gutschrift habe ich mich bereits im vergangenen Herbst eingesetzt und bedauere es deshalb sehr, dass das Verkehrsministerium derzeit hierfür keine Spielräume sieht“, erklärt Nicole Razavi abschließend.

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