Geislingen / Claudia Burst Die 36 Jahre alte Orgel in der Margarethenkirche in Weiler ist völlig desolat. Am 8.Mai soll öffentlich über das weitere Vorgehen entschieden werden.

Die Orgel in der Margarethenkirche in Weiler ist derart marode, dass sich eine Generalüberholung nicht lohnt.

Das macht das Gutachten des Orgelsachverständigen der Evangelischen Landeskirche, Thomas Haller, deutlich. Haller hat die 36 Jahre alte Orgel untersucht, um festzustellen, ob sich eine Hauptausreinigung und Instandsetzung der Orgelpfeifen rentiert.

Das Urteil des Sachverständigen ist vernichtend

Sein Urteil ist vernichtend: Die Orgel bezeichnet er im Fazit seines zehnseitigen Gutachtens als „Baukastenorgel, die eigentlich als Wohnzimmerorgel konzipiert ist“ und er fügt hinzu: „In ästhetischer, klanglicher und technischer Sicht ist dieses Instrument seiner Aufgabe nicht gewachsen. Qualitative Merkmale findet man in der Orgel nicht.“

Am Ende steht die klare Empfehlung, „keine weiteren Mittel in das bestehende Instrument zu investieren.“

Das Instrument hält höchstens noch zehn Jahre

Der Gutachter gibt dem Instrument noch etwa zehn Jahre, bis „massive Störungen“ einsetzen werden.

Kirchengemeindemitglieder sollen mitentscheiden

Um nun gemeinsam mit den Mitgliedern der Kirchengemeinde zu entscheiden, wie es in Bezug auf die Orgel weitergehen soll, hat der Kirchengemeinderat ein Treffen am 8.Mai um 19.30 Uhr in der Kirche angesetzt. Die Teilnehmer haben dann drei Alternativen, zwischen denen sie wählen können. Entweder den Kauf einer neuen oder den Kauf einer gebrauchten Orgel. Alternative Nummer drei ist eine digitale Orgel.

Wer mehr wissen will: In der morgigen GZ (18.April 2019) berichten wir ausführlich darüber.