Sommerprüfung Optimale Zukunftschancen

Nur strahlende Gesichter bei der IHK-Feier im Kommunikationszentrum der WMF in Geislingen. Für die erfolgreichsten Ausbildungs-Absolventen gab’s neben den Urkunden auch kleine Geschenke. Alle haben gute Zukunftsaussichten.
Nur strahlende Gesichter bei der IHK-Feier im Kommunikationszentrum der WMF in Geislingen. Für die erfolgreichsten Ausbildungs-Absolventen gab’s neben den Urkunden auch kleine Geschenke. Alle haben gute Zukunftsaussichten. © Foto: Giacinto Carlucci
Jochen Horndasch 12.10.2018

Mit ihrem tollen Abschluss haben sie einen soliden Grundstein gelegt, um weitere Sprossen auf der Karriereleiter zu erklimmen“ sagte Wolf Ulrich Martin, Präsident der IHK Bezirkskammer Göppingen anlässlich der Feierstunde für besonders erfolgreiche Azubi. Neben den 100 Absolventinnen und Absolventen, die im Sommer ihre kaufmännische oder gewerbliche Berufsausbildung mit einer Gesamtnote von 1,9 und besser abschlossen, kamen am Mittwochabend auch zahlreiche geladene Gäste aus Politik, Wirtschaft, Schulen und dem öffentlichen Leben ins Kommunikationszentrum der WMF nach Geislingen. Nicht nur der Stehempfang und die musikalische Umrahmung durch die Band „Ms. Spectra and the gentlemen“ lockte. Sie alle wollten gemeinsam den überdurchschnittlichen Erfolg der ehemaligen Prüfungskandidaten feiern. Von den 530 Azubi der IHK Göppingen, die im Sommer ihre Prüfungen machten, hätten nach Martins Worten 76 mit der Note „gut“ und 24 mit „sehr gut“ bestanden. Auch vier Landes- und zwei Bundesbeste seien unter ihnen. Dies alles sei neben dem hohen Engagement, dem Leistungswillen und Einsatz der jungen Menschen auch mit ein Verdienst der Ausbilder und Lehrer, der Prüfer und der Betriebe, die als Partner der dualen Ausbildung einen wichtigen Beitrag zur Qualitätssicherung leisten würden.

Die zweigleisige Ausbildung mit Theorie und Praxis sei hierzulande ein echtes Erfolgsmodell, das auch international großes Ansehen genieße. Dennoch würde es nach wie vor noch viele freie Ausbildungsplätze geben, und die Zukunft würde düster aussehen. „Diese Situation wird sich in den kommenden Jahren noch ver­stärken“, betonte Martin. Vor diesem Hintergrund hätte das ­baden-württembergische Wirtschaftsministerium gemeinsam mit der IHK eine Kampagne gestartet, um das Image der dualen Ausbildung zu verbessern. „Die berufliche Ausbildung braucht die gleiche Wertschätzung wie die akademische Ausbildung“, so der IHK Präsident. Nicht zuletzt deshalb, weil der Fachkräftemangel in nächster Zeit enorm zunehmen werde. Nach IHK-Berechnungen werde es in zwölf Jahren 42 000 offene Stellen für Akademiker, aber gut zehn Mal so viel, nämlich 484 000 unbesetzte Stellen für beruflich Qualifizierte geben. Die heutigen Absolventen bräuchten sich deshalb um ihre Zukunft keine Sorgen zu machen. Ihr IHK-Prüfungszeugnis attestiere ihnen eine hochwertige berufliche Qualifizierung, mit der ihnen viele Wege offenstehen.

In seinen Grußworten betonte Jan Steinert, Personalchef der WMF in Geislingen, dass der Fokus der Ausbildung bei der WMF zukunftsorientiert sei und eine starke internationale Prägung hätte. „Ein fünfwöchiges Auslandspraktikum gehört zum Ausbildungsprogramm“, so Steinert. Nicht zuletzt deshalb, weil die WMF und ihr französischer Mutterkonzern SEB mit Marken wie Krupps, Moulinex oder Rowenta als Globalplayer weltweit aktiv sind. Dafür würde man Mitarbeiter brauchen, die über den Tellerrand blicken und eine Ausbildung, die weit mehr sei als das Erlernen eines Berufs. 50 Azubi und Studenten dualer Studiengänge würden jährlich bei der WMF ausgebildet und immerhin neun Absolventen der WMF Group seien zur Freude des Personalchefs heute unter den besonders erfolgreichen Prüfungsteilnehmern.

Nachdem Ex-Azubi und Preisträger Erik Reichert stellvertretend für seine Kolleginnen und Kollegen ein paar Worte über seine Ausbildung sagte, stand die Ehrung und die Übergabe der Urkunden durch IHK-Referatsleiter Uwe Schwab auf dem Programm. Und mit dem Manfred-Gebauer-Preis, den drei ehemalige Azubi erhielten, endete der offizielle Teil. „Für diesen Preis bewarben sich 20 Kandidaten“, so Schwab.

Voraussetzung für die Teilnahme ist, dass die Bewerber neben ihrer Ausbildung besondere Kriterien und Leistungen erfüllen, die nicht alltäglich sind. Dazu zählen beispielsweise ein überdurchschnittliches Engagement für soziale und gemeinnützige Projekte, erschwerte Rahmenbedingungen oder eine Handicap. Wird das Ausbildungsziel erreicht, winken Geldpreise in Höhe von 500, 750 und 1000 Euro, die es einmal im Jahr bei der Preisträgerfeier im Herbst gibt.

Die Besten der Besten bei der Sommerprüfung 2018

Bundessieger wurden: Annika Binder, Kauffrau und Rebecca Kästner, Werkstoffprüferin

Mit der Note 1,4 und besser schnitten ab: Steffen Baumann, Mechatroniker; Tobias Betz, Industriemechaniker; Florian Biegert, Industriemechaniker; Patrick Bucher, Industriemechaniker; Sven Burkhardt, Verkäufer; Larissa Christian, Industriekauffrau; Julia Conze, Kauffrau für Büromanagement; Larissa Dannenmann, Kauffrau für Büromanagement; Markus Hasert, Mechatroniker; Manuel Hühmer, Werkzeugmechaniker; Max Iffländer, Industriemechaniker; Jonas Kaller, Industriemechaniker; Marcel Kempf, Industriemechaniker; Viktoria Kismann, Kauffrau für Büromanagement; Denise-Lisa Knöbl, Fachinformatikerin; Stefan Lochstampfer, Elektroniker für Betriebstechnik; Sandra Miguel Sada, Verkäuferin; Marco Sonnenberg, Werkzeugmechaniker; Chiara-Maria Stabel, Bankkauffrau; Erik Reichert, Kaufmann

Den Manfred-Gebauer-Preis erhielten als Sieger in dieser Reihenfolge:  Viktor Csiky; Jonas Kaller; Kevin Hammele

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