Geislingen Gebäude nach Brand teilweise einsturzgefährdet

Geislingen / Ruben Wolff Kathrin Bulling 07.09.2018

In einem Gebäude in der Uhlandstraße ist am frühen Freitagmorgen ein Feuer ausgebrochen. Vier Menschen kamen in ein Krankenhaus.

Rauchmelder hatten Alarm ausgelöst und so Menschenleben gerettet, erklärt Kommandant Jörg Wagner. Die Bewohner konnten rechtzeitig aus dem Haus flüchten.

Der Alarm bei der Feuerwehr ging um 5.21 Uhr ein. Sechs Minuten später waren erste Einsatzkräfte in der Uhlandstraße. Sie sahen, wie Flammen und schwarzer Rauch aus Fenstern im ersten Obergeschoss drangen. Um 6.30 Uhr hatte die Feuerwehr den Brand unter Kontrolle gebracht, wie Kommandant Jörg Wagner berichtet.

Da in Zwischenwänden allerdings noch Glutnester loderten, waren die Feuerwehrleute noch länger mit Löscharbeiten beschäftigt.

Die Rettungskräfte betreuten 24 Menschen. Von ihnen mussten vier mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus geliefert werden.

Einsturzgefahr im vorderen Bereich

Im vorderen Teil des Gebäudes besteht Einsturzgefahr, erklärte Ordnungsamtsleiter Philipp Theiner am Nachmittag. Die Bewohner hätten noch das Nötigste aus ihren Wohnungen holen dürfen, der Gebäudeteil sei jetzt aber abgesperrt und dürfe nicht mehr betreten werden. In diesem Bereich sind zwei Wohnungen nicht mehr bewohnbar.

Das Technische Hilfswerk sichert das Gebäude derzeit noch ab. Die Bewohner hätten für die nächsten Tage Unterschlupf bei Bekannten gefunden, erläuterte Theiner weiter. Zwei Geflüchtete, die in Anschlussunterbringung in dem Gebäude lebten, kamen in der Gemeinschaftsunterkunft in der Geislinger Rheinlandstraße unter. Der hintere Bereich und damit vier Maisonette-Wohnungen hätten wieder freigegeben werden können, dort gebe es allerdings aktuell (Stand: 15 Uhr) noch kein Warmwasser.

Kripo ermittelt

Was den Brand ausgelöst hat, ist bislang unklar. Technische Fehlfunktionen schließt die Kriminalpolizei aus. Die Polizei ermittelt in Richtung fahrlässige Brandstiftung. Es gebe keine Hinweise auf eine fremdenfeindliche Tat.

In dem Gebäude leben auch Flüchtlinge in der Anschlussunterbringung, die in geregelten Mietverhältnissen stehen. Entgegen erster Informationen, die öffentlich wurden, handelt es sich aber um keine Asylunterkunft.

Die Feuerwehr war mit 65 Einsatzkräften und elf Fahrzeugen vor Ort. Hilfe bekamen sie von 14 Einsatzkräften des Rettungsdienstes. Die Polizei war mit fünf Fahrzeugen in der Uhlandstraße. Auch das THW half mit, die Situation schnell unter Kontrolle zu bringen.

Die GEISLINGER ZEITUNG berichtet über den Brand auch in ihrer Samstagsausgabe.

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