Natur Nur Kenner sollten Pilze sammeln

Da lacht das Herz des Pilzesammlers: Ein ganzer Korb voller essbarer Waldgewächse, die jetzt schmackhaft zubereitet werden.
Da lacht das Herz des Pilzesammlers: Ein ganzer Korb voller essbarer Waldgewächse, die jetzt schmackhaft zubereitet werden. © Foto: Schwabenpress
Günter Hofer 06.10.2017
In diesem Jahr sind die Pilze aus dem Boden geschossen. Wer für den Kochtopf sammelt, sollte sich ganz sicher sein bei der Wahl.

Für Pilzsammler ist es ein sehr guter Sommer gewesen. Das Wechselspiel aus Regen und schwülwarmen Tagen hat die Pilze in den heimischen Wäldern aus dem Boden schießen lassen. Bei jedem Spaziergang durch den Wald stößt man an allen Ecken auf die unterschiedlichsten Pilze, ja an manchen Stellen sind echte „Pilzinseln“ entstanden. Vorsicht aber, denn nicht jeder Pilz, der schön aussieht, ist auch genießbar. Von der Schönheit sollte man sich deshalb nicht leiten lassen. Wer sich mit Pilzen ganz und gar nicht auskennt, der sollte lieber für sein Pilzgericht auf den Lebensmittelmarkt zurückgreifen und die vielen Waldpilze an Ort und Stelle stehen lassen. Nur Pilzkenner sollten für den heimischen Kochtopf sammeln. Wer sich unsicher ist, sollte einen Pilzsachverständigen aufsuchen.

Wer die richtige Auswahl an „Schwammerl“ gefunden hat, der darf sich über eine leckere Zutat im Kochtopf freuen und kann schmackhafte Pilzgerichte zubereiten. Stark verbreitet sind derzeit in unseren Wäldern neben den goldgelben Pfifferlingen vor allem Maronen und Steinpilze. Um mit diesen den Korb zu füllen, hat der gute Pilzsammler seine ganz besonderen Stellen in den Wäldern rund um Geislingen. Erkennen kann man den echten Sammler meist daran, dass er mit Pilzmesser, Pinsel und Korb bewaffnet auf Sammeltour geht. Eine Plastiktüte ist für den Fachmann tabu und Handschuh braucht man zum Sammeln ganz bestimmt auch nicht. Die Berührung mit einem giftigen Pilz ist nämlich nicht gefährlich.

Wer sich nicht hunderprozentig auskennt, sollte sich nicht unbedingt auf eine Pilz-App und sein  Smartphone oder Tablet verlassen. Die Ergebnisse sind leider viel zu ungenau. Oft entscheiden nur Farbnuancen oder Merkmale am Stiel über Gaumenkitzel, Brechdurchfall oder Magenkrämpfe.