Auf Geislingens Friedhöfen dürfen keine Grabsteine und Grabeinfassungen mehr verwendet werden, die "aus ausbeuterischer Kinderarbeit" stammen. Der Gemeinderat stimmte in seiner letzten Sitzung im alten Jahr einer Zusatzbestimmung in der Friedhofsatzung zu. Wie der zuständige städtische Fachbereichsleiter, Peter Lecjaks, erläuterte, stammen viele Grabsteine aus indischen Steinbrüchen, in denen Kinder ab fünf Jahren unter menschenunwürdigen Bedingungen arbeiten müssen. Solchen Produkten will die Stadt nun in Geislingen einen Riegel vorschieben - im ausdrücklichen Einvernehmen mit den örtlichen Steinmetzbetrieben. Grabsteine bzw. deren Herstellerunternehmen müssen künftig zertifiziert sein und die Fair-Trade-Siegel "XertifiX", "Fair-Stone" oder Vergleichbares tragen. Die Geislinger Friedhofverwaltung könne natürlich keine letztgültige Überwachung leisten, werde aber nach bestem Wissen und Gewissen kontrollieren, versichert Lecjaks.