Fußball Nicht nur Fußballer vom Platz stellen

Die Polizei wird Böller und Feuer nicht mehr dulden.
Die Polizei wird Böller und Feuer nicht mehr dulden. © Foto: Sabrina Balzer
Geislingen / Angelina Neuwirth 25.06.2018
Böller-Werfern und anderen Stören­frieden drohen nach der Feier am Geislinger Sternplatz Platzverweise.

Nach dem Sieg der deutschen Fußball-Nationalmannschaft über die Schweden vergangenen Samstag kochten die Gemüter beim Feiern am Sternplatz über: Unter den friedlich Feiernden gab es einige wenige, die mit dem Besitz und Wurf von Feuerwerkskörpern andere in Gefahr brachten. Eine junge Frau wurde mit Verbrennungen und Prellungen ins Krankenhaus eingeliefert, zwei Täter bereits identifiziert. Die Ermittlungen in den anderen 18 Fällen laufen bereits. „Wir sind bemüht, es so schnell wie möglich zu machen, auch im Hinblick auf präventiv-polizeiliche Maßnahmen wie Aufenthaltsverbote, die die Stadt erlässt“, erklärt Geislingens Polizeichef Jens Rügner. „Es wurde außerdem ein Verfahren wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung gegen Polizeibeamte durch einen Böllerwurf eingeleitet“, sagt er. Den Tätern drohen bei Besitz von Pyrotechnik Geldbußen oder -strafen, Körperverletzung kann je nach Schwere mit Geldstrafen bis hin zu Freiheitsstrafen geahndet werden.

Mit Blick auf das Spiel Deutschland gegen Südkorea am Mittwoch sagt Rügner, dass die Polizei am Sternplatz sein und die Sicherheit der Feiernden (sollte Deutschland das Spiel gewinnen) und der Verkehrsteilnehmer garantieren werde. Der Einsatz vom Samstag sei ausgewertet und das Konzept werde nun an die Bedingungen am Mittwoch angepasst.

Ordnungsamtsleiter Philipp Theiner erklärt, dass bereits gegen drei Personen ein befristeter Platzverweis ausgesprochen wurde. „Das gilt für den Bereich der Sternplatz-Kreuzung an den Tagen, an denen entsprechende Paarungen mit Deutschland oder auch Kroatien spielen“, sagt Theiner. „Wer diesen Verweisen nicht nachkommt oder gegen sie verstößt, kann polizeilich in Gewahrsam genommen werden und mit einer Anzeige und einem empfindlichen Bußgeld rechnen.“

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