ÖPNV Neuer Kreisfahrplan hat kaum Auswirkungen im Raum Geislingen

Schüler aus Gingen und Kuchen kommen mit dem neuen Kreisfahrplan nicht nur früher zur Schule in Geislingen, sondern sind auch wieder früher zu Hause. Unser Archivbild entstand am ZOB in Geislingen.
Schüler aus Gingen und Kuchen kommen mit dem neuen Kreisfahrplan nicht nur früher zur Schule in Geislingen, sondern sind auch wieder früher zu Hause. Unser Archivbild entstand am ZOB in Geislingen. © Foto: Markus Sontheimer
THOMAS HEHN 26.11.2012
Am 9. Dezember tritt der neue Kreisfahrplan in Kraft. Für den öffentlichen Nahverkehr im Raum Geislingen bringt der Wechsel kaum Änderungen. Und selbst die bewegen sich meist nur im Minutentakt.

In der Stadt Göppingen bringt der neue Kreisfahrplan zum Teil gravierende Änderungen für den öffentlichen Personen-nahverkehr (ÖPNV). So fahren ab 9. Dezember im Göppinger Stadtgebiet bis zu zehn Prozent weniger Busse. Im Raum Geislingen bringt der neue ÖPNV-Plan kaum Änderungen. Und wenn, dann bewegen sie sich meist nur im Minutentakt.

Mit folgenden Anpassungen wollen Landkreis und Busunternehmen vor allem Schülern und Pendlern entgegenkommen:

Die Busse der Linie 51 von Gingen und Kuchen nach Geislingen fahren morgens künftig zwischen zwei und fünf Minuten früher, damit die Schüler auch bei Staus auf der B 10 rechtzeitig zum Unterricht an Gymnasien und Realschulen kommen. War Abfahrt in Gingen bisher um 7.09 Uhr und 7.13 Uhr, fahren die Busse jetzt schon um 7.04 Uhr und 7.11 Uhr. Der Bus ab Kuchen wurde von 7.03 Uhr auf 7.00 Uhr vorverlegt.

Umgekehrt kommen die Schüler auch wieder früher nach Hause: Die Linie 51 fährt statt 12.29 Uhr bereits um 12.19 Uhr vom Geislinger ZOB in Richtung Gingen.

Auch die Schüler aus dem Täle, die die Waldorfschule in Faurndau besuchen, profitieren vom neuen Fahrplan: Die Linie 31 um 7.15 Uhr ab Deggingen fährt jetzt über Heiningen direkt an die Waldorfschule. Bisher mussten die Schüler erst nach Göppingen und von dort wieder zurück nach Faurndau fahren. Fahrgäste Richtung Göppingen können in Heiningen um 7.42 Uhr auf die Linie 31 umsteigen.

Eine weitere Änderung betrifft die Linie 56 im Täle. Hier fuhren bisher morgens zwei Busse (6.48 Uhr und 6.50 Uhr) von Wiesensteig ans Michelberg-Gymnasium. Wegen fehlender Auslastung fährt in Zukunft nur noch der erste Bus ans MiGy (und das auch drei Minuten früher um 6.45 Uhr, dafür aber über Reichenbach). Der zweite Bus um 6.50 Uhr von Wiesensteig nach Geislingen hält in Altenstadt nur noch an der Überkinger Straße.

Der neue Fahrplan kommt auch Pendlern entgegen: So fahren die Busse der Linie 7687 von Geislingen nach Treffelhausen künftig fünf Minuten später, erst um 17.50 und 18.50 Uhr. Die RBS in Göppingen reagiert damit auf Wünsche von Berufspendlern, die nach Zugverspätungen vor allem aus Richtung Stuttgart in Geislingen häufig ihren Anschlussbus auf die Alb verpassten.

Auf der Linie 7687 zwischen Geislingen nach Böhmenkirch wurde außerdem noch der "Sonntagstakt" angepasst: So hat die RBS den Bus ab Geislingen um 8.45 Uhr auf 7.45 Uhr vorverlegt. Um 11.42 Uhr sowie 15.52 Uhr wurden neue Verbindungen geschaffen. Dafür entfällt der Abendbus um 17.45 Uhr.

Der Linienbus 58 des Böhmenkircher Omnibusunternehmens Merkle fährt sonntags nun schon um 7.40 Uhr ab ZOB Geislingen nach Böhmenkirch (Ankunft: 7.57 Uhr). Damit haben die Fahrgäste mehr Zeit, um in Böhmenkirch den Bus um 8.05 Uhr Richtung Heidenheim noch zu bekommen.

Fahrplanänderungen zeichnen sich auch auf der Linie 360 zwischen Laichingen und Geislingen ab, die vor allem Schüler aus Nellingen und Aufhausen nutzen. Grund ist hier die voraussichtlich über Monate dauernde Vollsperrung der Türkheimer Steige, die ab Februar saniert wird. Wann und über welche Umleitung die Busse dann fahren, steht derzeit noch nicht fest.