Das aktuelle Programm der Geislinger Volkshochschule (Vhs) liegt in Läden und diversen Geislinger Einrichtungen aus.  Wer es bewusst durchblättert erkennt: es gibt Neues. „Selbst  bei den Lieblingskursen unserer Stammkunden gibt es diverse Änderungen, so dass mehr Flexibilität möglich ist“, darauf macht Vhs-Leiterin Sandra Schneider aufmerksam.

Aqua-Fitness und Zumba

Zu den traditionellen Lieblingskursen, für die sich schnelles Anmelden empfiehlt, gehören Aqua-Fitness, Zumbakurse oder Yoga. Gerade bei den Yoga-Kursen wird die neue Vielfalt besonders deutlich. Kursteilnehmer, die zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen wollen, haben zum Beispiel die Möglichkeit,  ab 11. März „Integral Yoga“ auf Englisch zu absolvieren. „Das bietet sich für Zugewanderte und Migranten genauso an wie für Deutsche, die ihre Englischkenntnisse nebenher aufbessern wollen“, schlägt Sandra Schneider vor.

Bildergalerie Zumba-Fans verwandeln Jahnhalle in Tanzschuppen

Auf entsprechende Nachfragen reagierte die Volkshochschule mit einem Yoga-Kurs am Nachmittag, statt wie sonst vorwiegend abends.

Für all diejenigen, die flexibel bleiben müssen und sich deshalb nicht für einen Kurs fest anmelden wollen,  gibt es in Zukunft eine „offene Yoga-Stunde“. Diese findet das ganze Jahr über durchgehend statt (außer in den Schulferien) und wird vom Teilnehmer einzeln bar bezahlt, und zwar nur dann, wenn er tatsächlich daran teilnimmt.

Lach-Yoga als „Lachen für Neugierige“

Überhaupt fällt es Interessenten immer schwerer sich langfristig festzulegen, hat Sandra Schneider festgestellt. Aus diesem Grund bewegt sich die Vhs weg von langfristigen Kursen hin zu mehr Unverbindlichkeit: „Das Lach-Yoga zum Beispiel findet unter dem Titel „Lachen für Neugierige“ nicht nur als gesamter Kurs statt, sondern jede Kurs-Stunde kann einzeln für sich gebucht werden.“ Ähnliches gibt es auch im Bereich Beruf/EDV, wo Interessierte sich bei „Social Media für Selbstständige und Unternehmer“ von Kurs und Kursleiter erst ein Bild machen können, bevor – bei genügend Interesse – ein Kurs zustande kommt.

Spannend wird es aber auch für Zielgruppen, für deren Freizeitgestaltung es bisher noch kaum Vhs- Angebote gab: Kinder und Jugendliche zum Beispiel. „Für die Faschingsferien gibt es eine Doppelseite mit Programm für sie“, sagt Sandra Schneider und freut sich besonders über „Robeat“, der den meisten Jugendlichen als „The Human Beatbox“ aus dem „Supertalent“ oder aus YouTube bekannt ist. Beim Beatboxen werden musikalische Rhythmen mit Mund, Nase und Rachen erzeugt, ein Spezialgebiet, auf dem Robeat die Europameisterschaft gewonnen hat.

Prominenter Besuch

Prominenten Besuch gibt es für Erwachsene ebenfalls. Und zwar kommt Mathias Kopetzki – bekannt aus „Alarm für Cobra 11“ – am 11. April in die Rätsche und gibt mit „Bombenstimmung“ kritische Comedy zum Nachdenken.

All denen, die sich bei gesellschaftskritischen Themen lieber mit Fakten und Fachwissen auseinandersetzen, empfiehlt die Vhs-Expertin den Diskussionsabend zum Thema „Gülen-Bewegung“ am 11. Februar im Kapellmühlsaal. Dort werden sich der Buchautor Ercan Karakoyun aus der Innensicht  und der Islamwissenschaftler Dr. Jürgen Wasella kritisch mit der Gülen-Bewegung auseinandersetzen. Im Anschluss darf das Publikum mitdiskutieren. „Das verspricht eine heiße Diskussion zu werden“, erwartet Sandra Schneider.

Auftakt zur Reihe „Islam, wohin?“

Der Diskussionsabend ist die Auftaktveranstaltung zur Reihe „Islam, wohin?“, die der Arbeitskreis Asyl in Zusammenarbeit mit der Rätsche, der Stadtbücherei und dem Integrationsbeauftragten Rudi Ebert auf die Beine gestellt hat. Die vier weiteren Abende finden im Februar und März in der Rätsche oder der Stadtbücherei statt.

Auf ganz andere Weise spannend dagegen sind die Einzelveranstaltungen der Volkshochschule. Wie etwa zwei Baustellenführungen zur Fils­talbrücke, die im Rahmen des Bahnprojekts Stuttgart-Ulm momentan zwischen Mühlhausen und Wiesensteig übers Tal gezogen wird.

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