Lager Neue Lagerhalle für Streugut

Dieter Dankov, Mitarbeiter der Geislinger Straßenmeisterei (rechts) erläutert Michael Rahnefeld von der GZ bei einem kleinen Rundgang die neue Salzlagerhalle. Sie wird ab dem 5. September mit Salz aus Bad Friedrichshall befüllt und fasst 12.000 Kubikmeter.
Dieter Dankov, Mitarbeiter der Geislinger Straßenmeisterei (rechts) erläutert Michael Rahnefeld von der GZ bei einem kleinen Rundgang die neue Salzlagerhalle. Sie wird ab dem 5. September mit Salz aus Bad Friedrichshall befüllt und fasst 12.000 Kubikmeter. © Foto: Rainer Lauschke
Geislingen / MICHAEL RAHNEFELD 26.08.2016
Sie ist unübersehbar, die neue Salzlagerhalle der Straßenmeisterei Geislingen an der B 10. Das architektonisch auffällige Gebäude wird demnächst befüllt.

„Ich habe schon mal 800 Tonnen Salz bestellt“, sagt Dieter Dankov von der Straßenmeisterei Geislingen. Bislang steht der 900.000 Euro Neubau noch leer. Ein direkt daneben stehender Soletank ist bereits mit 60.000 Litern Kaliumchlorid-Lösung befüllt. Die Streufahrzeuge werden damit das Trockensalz anfeuchten, wenn sie im Herbst und Winter wieder im Einsatz sind.

Doch jetzt muss die optisch gelungene Halle erst einmal befüllt werden. Das Architekturbüro Vautz Mang aus Stuttgart hat sie im Auftrag des Regierungspräsidiums entworfen, die Bauleitung hatte das Hochbauamt Ulm inne. „Wir haben die Halle im Juli an die Straßenmeisterei übergeben“ sagt der Ulmer Behördenchef Tilman Ruhdel. Zusammen mit seinem Bauleiter Eike Held ist er der Meinung, dass die mit Plexiglas außen verkleidete Holzkonstruktion durchaus ansprechend aussieht. Die beiden Vetreter des Ulmer Hochbauamtes sind durchaus zufrieden, was da als erste Neuerung auf dem Gelände der Geislinger Straßenmeisterei nahe Siechenbrücke entstanden ist. Rund zwölf Meter hoch schätzt Ruhdel die 300 Quadratmeter Fläche bietende Halle. Die Höhe braucht es, damit Lastzüge das Schüttgut auch abkippen können.

„Ungewöhnlich sind die hölzernen Schüttkegel an der Wand, die das Befüllen und Entnehmen von Streusalz  einfacher machen“, beschreibt Ruhdel das Bauwerk. Rund 12.000 Kubikmeter – das entspricht in etwa 1500 Tonnen Salz – soll die Halle fassen, heißt es aus dem Landratsamt Esslingen, das für die Straßenmeisterei der Landkreise Göppingen und Esslingen zuständig ist.

Das Salz wird in der Halle etwa vier Meter hoch aufgehäuft. Dieter Dankov weist bei dem kleinen Rundgang durch die Halle auf die Schüttmarken an den Wänden hin, die zumindest eine ungefähre Mengenangabe zulassen. Salz und Beton vertragen sich nicht besonders gut. Damit sie nicht direkt in Berührung kommen, sind die Schüttkegel aus Holz an den Wänden. Die Holzkontruktion der Halle wird von dem Betonunterbau getragen. Der Boden sei eine Art Estrich, erklärt Dankov.

Daten und Fakten Salzlagerhalle und zum Salzbedarf

Bauwerk: Baubeginn der Halle mit Vorbereitung des Untergrundes und der Fundamentierung war im Oktober 2015. Die Halle wird eine alte Salzhalle ersetzen, die laut Auskunft des Landratsamtes Esslingen baufällig geworden ist. Diese alte Halle ist wesentlich kleiner, sie fasst lediglich zirka 900 Tonnen Streusalz. Die noch vorhandenen Salzvorräte in der alten Halle müssen im Zuge der Befüllung der neuen Halle umgelagert werden. Pro Jahr werden je nach Winter zwischen 8000 und 20.000 Tonnen Streusalz verbraucht. Die Jahresabnahme an Salz beträgt durchschnittlich 18.000 Tonnen. Ein Fahrzeug lädt im Schnitt für eine Streufahrt drei Tonnen plus Sole. Der Landkreis Esslingen hat in den Straßenmeistereien zehn Salzhallen. Das Salz kommt derzeit aus Bad Friedrichshall

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel