Geislingen an der Steige Nächster neuer Kindergarten

Anstelle der früheren Gärtnerei Burr in der Friedensstraße plant die katholische Kirchengemeinde Sankt Maria einen viergruppigen Kindergartenneubau.
Anstelle der früheren Gärtnerei Burr in der Friedensstraße plant die katholische Kirchengemeinde Sankt Maria einen viergruppigen Kindergartenneubau. © Foto: Markus Sontheimer
RODERICH SCHMAUZ 27.06.2013
In Altenstadt entsteht bald der nächste neue Kindergarten. Der zweite Abschnitt des Kinderhauses in der Siedlung wird noch 2013 bezugsfertig. 2014 soll Spatenstich sein für einen Neubau in der Friedensstraße.

Der Geislinger Gemeinderat hat am Mittwoch einstimmig im Grundsatz den Plan der katholischen Kirche gebilligt, für das veraltete Kindergartengebäude Sankt Elisabeth, das direkt neben der Kirche Sankt Maria steht, einen Neubau zu errichten. Er soll nur gut hundert Meter weiter, auf dem Areal der früheren Gärtnerei Burr, entstehen.

Mit 70 Prozent wird sich die Stadt an den Gesamtkosten von derzeit grob geschätzt 2,2 bis 2,5 Millionen Euro beteiligen. Ihren Teil wird die Stadt in den Haushalten 2014 und 2015 finanzieren. Die Kirchengemeinde muss 30 Prozent übernehmen, sie ist Bauherr und betreibt später den neuen Kindergarten. Die Stadt wird die Oberbauleitung übernehmen. Auf eine Deckelung der Kosten verzichtet sie, plädiert aber sehr für eine kostengünstige, schlüsselfertige Lösung über einen Generalunternehmer. "Daraus will ich aber kein Dogma machen", sagte Stadtbauamtsleiter Karl Vogelmann im Gemeinderat. Doch verspreche ein schlüsselfertiger Bau eine größere Kostensicherheit, sofern die Ausschreibung exakt sei.

Das Raumprogramm soll sich an den Mindeststandards orientieren, die der Kommunalverband für Jugend und Soziales (KVJS) vorgibt. Zunächst hatte die Stadt erwogen, den förderfähigen Höchstbetrag auf 1188 Euro je Quadratmeter zu limitieren. Diese Vorgabe sei aber nicht haltbar, da der Neubau energetisch Passivhaus- oder wenigstens Niedrigenergie-Standards erfüllen soll. Davon profitiere wiederum die Stadt, gab Vogelmann zu bedenken, wenn damit die Betriebskosten sänken, von denen die bürgerliche Gemeinde den Löwenanteil trägt.

Man habe die Notwendigkeit des Neubaus bei einem Ortstermin noch einmal kritisch hinterfragt, heißt es in einer schriftlichen Vorlage an den Gemeinderat. Dabei bestätigte sich vollends, dass das aus dem Jahr 1928 stammende Gebäude nicht mehr geeignet ist für einen viergruppigen Kindergarten und sich eine aufwendige Sanierung nicht lohnt. "Das Gebäude ist überaltert und vom Grundriss her nicht optimal, ein Neubau kommt deshalb günstiger", sagte Vogelmann.

Zudem drängt die Zeit: Die Kirchengemeinde nutzt mittlerweile im ersten und zweiten Obergeschoss zusätzliche Räume für den Kindergartenbetrieb - bisher ohne förmliche Genehmigung. Diese werde allenfalls befristet erteilt, so lautet die Einschätzung der Stadtverwaltung.

Laut Kindergartenplanung sind die 71 Plätze im Kindergarten Sankt Elisabeth unverzichtbar. Dieser katholische Kindergarten sei seit vielen Jahren immer gut besucht. Die drei Regelgruppen sind derzeit zu 90 Prozent ausgelastet, die Kinderkrippe zu 100 Prozent.

Schon Mitte 2010 hat die Kirche deshalb - in Abstimmung mit der Stadt - das Gelände der ehemaligen Gärtnerei Burr gekauft, mit dem Ziel eines Neubaus. Die Räume der Gärtnerei stehen seitdem leer.

In der Gemeinderatssitzung am Mittwoch versicherte Pfarrer Martin Ehrler, die Kirche strebe ebenso wie die Stadt eine gute und zugleich kostengünstige Lösung an. Selbstverständlich werde die Stadt als Hauptkostenträger vor und während des Baus in die Entscheidungen mit einbezogen.OB Wolfgang Amann wertet den gestrigen Ratsbeschluss als Startschuss für den neuen Kindergarten. Nun wird nach geeigneten Generalunternehmern gesucht.