Geislingen an der Steige NACHRUF · ZUM TOD VON ROLF ELLINGER: Mit ganzem Herzen fürs Rote Kreuz

Rolf Ellinger, der Vater des Geislinger DRK-Museums, ist mit  83 Jahren gestorben.
Rolf Ellinger, der Vater des Geislinger DRK-Museums, ist mit 83 Jahren gestorben.
Geislingen an der Steige / KAT 01.12.2012

Mit 83 Jahren ist Rolf Ellinger am 20. November gestorben. Die ganze Leidenschaft des Geislingers galt dem Roten Kreuz: Über Jahrzehnte sammelte er tausende Memorabilia und gründete im DRK-Gemeinschaftshaus in der Geislinger Heidenheimerstraße sein Rotkreuz-Museum mit rund 7000 Exponaten. Nicht nur den DRK-Mitgliedern, auch vielen Geislingern war der Mann mit der knarzenden Stimme und dem verschmitzten Lächeln wohl bekannt. 2010 wurde er für sein Lebenswerk mit dem Bürgerpreis geehrt.

"Wir verlieren mit Rolf Ellinger ein ganz besonderes DRK-Mitglied", sagt der DRK-Kreisvorsitzende Peter Hofelich. "Er hat das Rote Kreuz wie kein anderer geprägt. Von solchen Menschen lebt unsere Gemeinschaft."

Als Jugendlicher trat Ellinger dem Jugendrotkreuz (JRK) und später der Göppinger Bereitschaft bei, 1975 wurde er Mitglied der Bergwacht. Seine Sammelleidenschaft erwachte mit sechs Jahren, mit dem kleinen Blechmodell eines Krankenwagens. Ellinger sagte selbst einmal, in ihm habe es halt ein Gen gegeben, dass immerzu geschrieen habe: "Ich will mitmachen beim Roten Kreuz!"

Seit Ende der 1950er Jahre arbeitete er für den DRK-Kreisverband, zunächst im Rettungsdienst, dann als Verwalter für Haus, Geräte und Fahrzeuge in Geislingen und Göppingen. Als Rentner widmete er sich ganz seiner Sammlung und tourte zunächst mit seiner Zeltschau durchs Land, bevor sich in Geislingen eine Heimat für seine Exponate fand. Dass daraus bis zum nächsten Sommer gar ein Rotkreuz-Landesmuseum wird, durfte er nicht mehr miterleben.

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