NACHGEFRAGT: Was macht Stacking zum Sport?

Fordert ihre Schüler beim Stacking heraus: Elisabeth Burkhardt.
Fordert ihre Schüler beim Stacking heraus: Elisabeth Burkhardt. © Foto:  
SWP 23.04.2016
Im Rahmen der Serie "Gesund & fit" erklärt Elisabeth Burkhardt vom FTSV Ditzenbach/Gosbach die Frage, wie viel Sport im Stacking steckt.

Wie viel Fitness braucht man, um Stacking auf höchstem Niveau betreiben zu können?

BURKHARDT: Um Stacking auf höchstem Niveau betreiben zu können wie unsere deutsche Meisterin oder die beiden Weltmeister braucht es vor allem viel Fleiß, Konzentration und Durchhaltevermögen. Ein starker Wille und das Vertrauen auf die eigenen Fähigkeiten sind ebenso wichtig wie ein gewisses Maß an Frustrationstoleranz, da die Becher sehr leicht umfallen. Man darf dann nicht gleich aufgeben, sondern muss weitermachen.

Wie trainiert der Verein?

Wir trainieren jeden Mittwoch. Dabei machen wir die Grundübungen, schulen die Technik, achten auf die Genauigkeit bei der Ausführung und geben jedem Stacker Tipps, wie er sich verbessern kann. Staffelläufe, Doppeltraining oder Fangspiele lockern das Training auf. Darüber hinaus steht das Stacking-Trainingsmaterial auch in der Schule bereit. Manche Schüler nutzen jede Pause zu einer Übungsphase, um die persönliche Bestzeit zu verbessern. Wer aber an die Weltspitze kommen möchte, muss auch zu Hause noch ein tägliches Training von mindestens einer Stunde absolvieren. Erst wenn das persönliche Ziel erreicht ist, wird das Training beendet. Unsere Jungs sind im Moment so begeistert, dass sie jede freie Minute zum Stacken nutzen, sogar zwischen Zähneputzen und Zubettgehen.

Füllt Stacking den Sportler aus oder betreiben die Jungs noch anderen Sport beim FTSV?

Wer auf diesem hohen Niveau Stacking betreibt, ist durch die Erfolge bei den Turnieren schon gut ausgefüllt. Dennoch bleibt noch Luft für weitere Sportarten wie Fußball oder Turnen. Die Stacking-Gruppe ist seit einiger Zeit in die Turn-Abteilung integriert und ermöglicht allen Mitgliedern die Teilnahme am wöchentlichen Training und an den Turnieren.