Gastkommentar Nachgefragt: Glaube an Demokratie

Sarah Buchwald, Geschäftsführerin des Geislinger Jugendgemeinderats.
Sarah Buchwald, Geschäftsführerin des Geislinger Jugendgemeinderats. © Foto: Claudia Burst
Geislingen / SWP 15.09.2017
Die Wahlstraße informiert Jugend­liche am Samstag über Politik. Sarah Buchwald, Geschäfts­führerin des Jugend­gemeinde­rats, erklärt die Details.

Wieso braucht man eine Wahl-Veranstaltung extra für Jugendliche?

Dem Geislinger Netzwerk für Jugendbeteiligung ist es wichtig, dass sich bereits junge Leute mit dem Thema Demokratie und Wahlen in Deutschland auseinandersetzen – auch wenn sie noch nicht wählen dürfen. Dazu organisieren wir vor jeder Wahl Info-Veranstaltungen wie jetzt die Wahlstraße. Die Besucher haben die Chance, sich an unserem Stand über den Wahlablauf zu informieren und können den Parteimitgliedern an den Infoständen und später auf dem Podium ihre Fragen stellen. Dies kann ihnen die Wahlentscheidung sehr erleichtern.

Wieso sollte man als junger Mensch wählen gehen?

Bei der Kommunalwahl dürfen bereits 16-Jährige wählen, bei der Bundestagswahl leider erst Jugendliche ab 18 Jahren. Viele sind aber dafür, das Wahlalter für alle Wahlen auf 16 Jahre herabzusetzen. Es ist sehr wichtig, dass sich Jugendliche politisch engagieren – und wenn dies ‚nur’ bedeutet, seine Stimme abzugeben. Es gibt so viele Themen, die auf politischer Ebene diskutiert werden und den Lebensbereich von Jugendlichen betreffen. Sie können sich in Jugendgemeinderäten oder Jugendparteien politisch engagieren wie zum Beispiel mit einer Kandidatur bei der nächsten Kommunalwahl 2019.

Was ist alles geboten?

Ab 14 Uhr sind Infostände der Parteien aufgebaut. Die Podiumsdiskussion mit zwei Moderatoren beginnt um 17 Uhr – dabei sind Heike Baehrens (SPD), Hermann Färber (CDU), Dietrich Burchard (Grüne), Hans Peter-Semmler (FDP), Konstantin Katevas (Linke) und Volker Münz (AfD).

Was passiert bei Regen?

Bei schlechtem Wetter wird die Podiumsdiskussion in den Kapellmühlsaal in der MAG verlegt.