Als Stefan Barth, Geschäftsführer von Jürgen Klinsmanns Stiftung Agapedia, kürzlich auf der Baustelle im Erdgeschoss der Karlstraße 19 vorbeischaute,  bekam er gleich Besuch. Zwei Jungen standen in der Tür, erzählt er.  Ihr Anliegen:  „Können wir hier spielen?“.  Die Kunde vom geplanten Kinderhaus K19  hat sich in der Oberen Stadt schon herumgesprochen.  Das bestätigt auch Stadtjugendreferent Klaus Nickel: „Mich quatschen in der Fußgängerzone oft Kinder deswegen an: Sie sind neugierig.“

Kooperation mit Vereinen

Noch sind die beiden Jungs etwas zu früh dran: Der Betrieb im K19 soll nach den Sommerferien losgehen. Dann können Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren nach der Schule im Kinderhaus vorbeikommen, um dort zu spielen oder Freunde zu treffen, erläutert Barth. Dieses offene, betont niederschwellige Angebot soll durch ein Programm ergänzt werden. Dazu braucht das K19 Unterstützung von Vereinen und Institutionen vor Ort. Die Konzeption sieht zwar eineinhalb feste Stellen für das Kinderhaus vor, um den Raum bespielen zu können, braucht das K19 aber Unterstützung.

Firmen sollen mit ins Boot

Lokale Akteure wie Mehrgenerationenhaus, der Verein Genclik oder das Berghaus St. Michael hätten bereist Interesse signalisiert, sagt Nickel.Neben Kooperationspartnern wie Vereinen, Schulsozialarbeit, Musikschule oder Stadtbücherei möchte Agapedia auch Unterstützer gewinnen, die bisher noch keinen Kontakt zur Jugendarbeit haben – zum Beispiel regionale Firmen. Davon würden beide Seiten profitieren, betont Professor Hans-Jochen Wagner von der Hochschule Esslingen, der die Entwicklung des K19 wissenschaftlich begleitet: „Damit die Firmen hier eine Zukunft haben, müssen die Jungen im sozialen Raum bleiben. Und das geht nur über frühzeitige Kooperation.“

Mehr zum K19 lesen Sie am 7. Juni in der GEISLINGER ZEITUNG und im E-Paper.

Die Finanzierung des K19


Laufende Kosten Der Betrieb des K19 kostet jährlich knapp 174 000 Euro. Der Betrag setzt sich zusammen aus: Personalkosten für 1,5 Stellen (94 794 Euro), Programm- und Sachkosten ­ (30 000 Euro), Betriebs- und Nebenkosten (20 000 Euro), zwei Freiwilligendienst-Stellen (24 000 Euro) und Begleitforschung (5000 Euro)

Renovierung Für Sanierung der Räume, technische Ausstattung und Einrichtung müssen einmalig 345 000 Euro investiert werden.

Partner Die Betriebskosten für insgesamt drei Jahre sowie die Renovierung kosten zusammen 867 000 Euro. Die Stadt Geislingen steuert 300 000 Euro bei, die SWR-Aktion „Herzenssache“ 200 000 Euro und Agapedia 57 000 Euro. Durch Sponsoren aus der Region kamen 145 000 Euro zusammen.

Fehlbetrag Für die Renovierung fehlen noch 165 000 Euro, die durch Eigenleistung sowie Sach- und Geldspenden finanziert werden sollen. Zu diesem Zweck hat sich eine lokale Arbeitsgruppe gebildet.

Spenden Wer spenden möchte, erfährt Näheres im Internet unter agapedia.de/kinderzentrum-k19-geislingen